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Tatsachen kommen vom Teufel

Der Roman «Eine Liebe im Kaukasus» von Alissa Ganijewa führt an die unruhige Südflanke des russischen Reiches, in eine Gesellschaftswirrnis zwischen Fundamentalismus und Komik.

Gehört heute zu den profiliertesten kritischen Intellektuellen in Russland: Alissa Ganijewa. Foto: Ekko von Schwichow/Schwichow.de
Gehört heute zu den profiliertesten kritischen Intellektuellen in Russland: Alissa Ganijewa. Foto: Ekko von Schwichow/Schwichow.de

Als Alissa Ganijewa zur Welt kam, 1985, begann Gorbatschow gerade mit Glasnost und Perestroika. Im Kindergarten wurde sie allerdings noch mit Lenin-Gedichten traktiert, und jetzt, 30 Jahre später, stellt sie bedauernd einen Retrotrend in Russland fest: Sowjet-Symbolik, Sowjet-Denke sind wieder chic. Zugleich gewinnt die Religion an Bedeutung: christlich-orthodoxer Obskurantismus in Moskau, fundamentalistischer Islam in den südlichen Republiken. Etwa in der russischen Republik Dagestan, wo Ganijewa aufgewachsen ist und wo ihr neuer Roman spielt.

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