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«Unglaubliche Aufmerksamkeit» für Schweizer Auftritt in Leipzig

Die letzten Veranstaltungen der Leipziger Buchmesse sind über die Bühne gegangen. Der der Schweizer Buchhändler- und Verlegerverband zeigt sich überaus zufrieden mit dem «Auftritt Schweiz».

«Mehr als wir je erwartet hätten»: Dani Landolf Geschäftsführer des Buchhändler- und Verlegerverbands in Leipzig. (12. März 2014)
«Mehr als wir je erwartet hätten»: Dani Landolf Geschäftsführer des Buchhändler- und Verlegerverbands in Leipzig. (12. März 2014)
Keystone

Die «unglaubliche Aufmerksamkeit», die der Schweizer Auftritt an der Leipziger Buchmesse erfahren habe, habe alle Erwartungen übertroffen, sagte ein «überglücklicher» Dani Landolf heute auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda. Der Geschäftsführer des Schweizer Buchhändler- und Verlegerverbands (SBVV) lobte vor allem auch das grosse Interesse der deutschen Medien an den Schweizer Autorinnen und Autoren.

Zahlreiche Zeitungen hätten Schweizer Schriftsteller porträtiert oder gar Sonderausgaben produziert. Im Vorfeld der Buchmesse hatte der SBVV angekündigt, Schweizer Autoren und Verlage in Deutschland bekannter machen zu wollen. Dies sei gelungen, «mehr als wir je erwartet hätten», ergänzte Landolf.

Grosses Publikumsinteresse

Auch die Besucher zollten dem «Auftritt Schweiz» ihren Respekt. «Was die Veranstaltungen adelte, war das grosse Interesse des Publikums», zeigte sich Marianne Sax, SBVV-Präsidentin, in einer Medienmitteilung vom Sonntag hocherfreut.

Mehr als 80 Schweizer Autorinnen und Autoren sowie zahlreiche Verlage präsentierten sich an der Leipziger Buchmesse. So lasen etwa Peter Stamm, Pedro Lenz, Melinda Nadj Abonji, Martin Suter, Dorothee Elmiger oder Adolf Muschg. Das Budget des Schweizer Auftritts betrug 550'000 Franken, eröffnet wurde er unter anderem von Bundesrat Alain Berset.

Als Publikumslieblinge bezeichnete der SBVV «Leipzig schwingt», «eine augenzwinkernde Hommage an den Schweizer Nationalsport», oder den Poetry-Slam-Wettkampf zwischen der Schweiz und Deutschland. Der Schweizer Slamer Christoph Simon konnte den Wettbewerb für sich entscheiden.

Die Schweiz als weltoffenes Land gezeigt

Im Vorfeld der Buchmesse sorgte der Abstimmungsausgang zur SVP-Einwanderungsinitiative für viel Aufsehen. Landolf kündigte damals an, die hiesige Buchbranche wolle die Schweiz in Leipzig als «weltoffenes Land» präsentieren. «Das ist uns gelungen», zeigte sich der SBVV-Geschäftsführer überzeugt. Man habe viel «Goodwill gegenüber der Schweiz» generieren können.

Obwohl das Abstimmungsresultat dem «Auftritt Schweiz» in Deutschland sicherlich zusätzliche Aufmerksamkeit eingebracht habe, hätte er daraus verzichten können, so Landolf.

Für Aufmerksamkeit sorgten auch die 40 roten Lesebänke, die die Schweiz in der Stadt Leipzig und in verschiedenen Kulturinstitutionen aufstellen liess, und die zum Verweilen und Diskutieren einladen sollten.

Die Veranstaltungen der Schweizer Autorinnen und Autoren seien insgesamt «sehr, sehr gut» besucht gewesen, sagte Landolf. Zahlen konnte er keine nennen. Den Abschluss des Schweizer Auftritts sollte am Sonntag das bereits ausverkaufte Gastspiel von Dürrenmatts «Die Physiker» des Schauspielhauses Zürich bilden.

(SDA)

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