Zum Hauptinhalt springen

Warum ich das Gemetzel im Krimi nicht mehr ertrage

Im Kriminalroman ist ein Überbietungswettbewerb in Grausamkeit im Gange: Arne Dahls neuer Thriller ist ein Meisterwerk mörderischer Feinmechanik. Und er ist schrecklich.

Arne Dahl ist, was das Erfinden von literarischen Metzelmethoden angeht, so eine Art Leonardo da Vinci: Szene aus der Dahl-Verfilmung «Tiefer Schmerz».
Arne Dahl ist, was das Erfinden von literarischen Metzelmethoden angeht, so eine Art Leonardo da Vinci: Szene aus der Dahl-Verfilmung «Tiefer Schmerz».

Manchmal möchte man sich ja schon vorstellen, wie es in Köpfen anderer Leute aussieht. Man möchte ein bisschen stöbern, lesen in dem, was da so herumliegt. Überlegen, was von dem, was man über die Leute weiss, wohl wovon kommt. Ermittlungen anstellen.

Manchmal möchte jedenfalls ich das. Es gibt allerdings Ausnahmen. Im Kopf von Arne Dahl, des 1963 geborenen schwedischen Literaturprofessors, Nobelpreisakademie-Zuarbeiters und vielleicht erfolgreichsten Morddichter Skandinaviens, möchte ich keine zwei Sekunden eingesperrt sein.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.