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«Was mich reut, sind Versäumnisse an Courage»

Adolf Muschg wird heute 80 Jahre alt. Für den Schriftsteller und Germanisten ist das Alter kein Massaker, er orientiert sich an älteren Menschen, die mit sich im Reinen sind. Was nicht heisst, dass sich bei ihm nun die grosse Gelassenheit breitmacht.

«Ich glaube, wer Bücher schreibt, lernt, nicht Buch zu führen»: Adolf Muschg. Foto: Ruben Wyttenbach (13 Photo)
«Ich glaube, wer Bücher schreibt, lernt, nicht Buch zu führen»: Adolf Muschg. Foto: Ruben Wyttenbach (13 Photo)

Sie werden 80. Das ist ein hohes Alter, das früher wenige erreichten. Andererseits sagt man heute: Das ist doch kein Alter! Wie erleben Sie es selbst?

Früher war das Alter nicht erklärungs- und auch nicht entschuldigungsbedürftig. Heute stellen wir fest, dass ein alter Mensch die Techniken der Jungen nicht beherrscht, er gleicht dem afrikanischen Häuptling, der noch alles über Geister weiss und nichts über Kunstdünger. Die digitale Revolution war ein grosser Sprung. Ich denke, dass das Leben meiner Grossmutter dem eines Menschen aus dem 18. Jahrhundert ähnlicher war als mein eigenes dem meiner Kinder.

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