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Wehe, wenn das Kopftuch Feuer fängt

In ihrem neuen Buch fordert Alice Schwarzer vehement die Verteidigung der Gleichberechtigung als Schlüssel zu einer erfolgreichen Integration.

Unermüdliche Kämpferin: Alice Schwarzer.
Unermüdliche Kämpferin: Alice Schwarzer.
Keystone

Dass sich Alice Schwarzer einmischt in die aktuelle Debatte um den Islam und den Umgang damit in einer westlichen Gesellschaft, ist nicht überraschend. Dass sie sich als Feministin des Themas annimmt, ist vielmehr nur logisch: Die ganze Kopftuch-Burka-SchwimmverbotDebatte dreht sich nur um Frauen.

Es geht immer nur um Mädchen oder Frauen, die aufgrund ihres Geschlechts in irgendeiner Form einer Norm entsprechen sollen beziehungsweise Verbote auferlegt bekommen. Muslimische Buben und Männer sind nicht betroffen, weder von Kleidervorschriften noch von Schuldispensen. Es handelt sich also bei weitem nicht nur um eine Religionsfrage, sondern eigentlich um eine Frauenfrage. Konkret darum, wie eine Gesellschaft, die den Frauen dieselben Rechte zugesteht, damit umgeht, wenn das eine Religion eben gerade nicht macht. In «Die grosse Verschleierung» heisst es: «Es geht um die Frage, ob das verfassungsmässig garantierte Grundrecht auf Religionsfreiheit in einer Weise interpretiert und missbraucht werden darf, dass dadurch andere Grundwerte unserer Gesellschaft relativiert werden.»

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