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«Wer glücklich ist, wird nichts schaffen»

An Gipfeln und Abgründen hat es Fritz J. Raddatz nicht gemangelt: Hungerjahre im ausgebombten Berlin, Leiter des «Zeit»-Feuilletons, Fehden mit Grass. Ein Besuch bei einer Legende.

82 Jahre und immer noch ziemlich eitel: Fritz J. Raddatz pflegt den tadellosen Stil mit einem Schuss Dandytum. Foto: Julian Baumann
82 Jahre und immer noch ziemlich eitel: Fritz J. Raddatz pflegt den tadellosen Stil mit einem Schuss Dandytum. Foto: Julian Baumann

Nein, zu Hause empfängt er keine Journalisten mehr, stellt die Rowohlt-Pressestelle vorab klar. Das ist schade, denn aus den Tagebüchern kennt man das Domizil an der Heilwigstrasse in Hamburg-Eppendorf so gut, dass man es gern auch einmal mit eigenen Augen gesehen hätte. Anderseits erspart das Veto dem Besucher die peinliche Selbstprüfung, ob er der Ausstattung mit Kunst- und Designpreziosen auch gewachsen ist. Der Hausherr, ein bekennendes Luxusgeschöpf, kann bei Banausenverdacht ziemlich streng sein. So findet unser Treffen zu beiderseitiger Zufriedenheit in einem Fünfsternhotel statt, im Raum Dammtor: Dort darf geraucht werden. Und Fritz J. Raddatz raucht, wie sein von ihm heftig gehasster ehemaliger Chef, «Zeit»-Herausgeber Helmut Schmidt. Fünf Stängel zieht er im Verlauf des Gesprächs aus einem silbernen Etui.

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