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Wer religiös ist, ist nicht unmodern

Im Buch «Krise der Freiheit» analysiert der Schweizer Philosoph Michael Rüegg aktuelle politische Radikalisierungen im Westen.

Wie viel Religion braucht eine moderne Gesellschaft? Foto: Getty Images
Wie viel Religion braucht eine moderne Gesellschaft? Foto: Getty Images

Geht es um Spannungen zwischen Religion und Moderne, denken heute nicht wenige: je mehr religiöse Durchmischung und Relativierung, je weniger traditionell Gläubige, umso besser. Gegen diese Sichtweise wendet sich der Schweizer Philosoph Michael Rüegg und plädiert für ein «gelassenes Verhältnis» nach dem Vorbild der modernen Wissenschaften. Diese haben «die Idee der Freiheit im Lauf der Geschichte verdaut. Sie dienen als Werkzeug und nicht als Weltanschauung.» Für Rüegg sind Religionen dann gesund, wenn sie ihr Verhältnis zur politischen Macht klären und die Freiheit des Anderen tolerieren. Dann darf sie absolute Wahrheitsansprüche haben, jedoch keinen allgemeinen Geltungsanspruch.

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