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Wir wollen diejenigen sein, die uns verschlingen können

Der moçambiquanische Autor Mia Couto erzählt in seinem Buch von Gewalt in einer mündlich geprägten Kultur.

Ein Schattenreich voller latenter Gewalt: Eine Frau geht mit ihrem Kind durch die von Unruhen erschütterte Stadt Maputo (2. September 2010). Foto: Antonio Silva (EPA, Keystone)
Ein Schattenreich voller latenter Gewalt: Eine Frau geht mit ihrem Kind durch die von Unruhen erschütterte Stadt Maputo (2. September 2010). Foto: Antonio Silva (EPA, Keystone)

Die Menschen fressenden Löwen, die das moçambiquanische Dorf Kulumani seit Wochen heimsuchen, haben auch die Schwester von Mariamar getötet, deren Erzählung diesen Roman einleitet: «Gott war einmal eine Frau», heisst der erste Satz. Nicht nur dieser Rückgriff auf einen matriarchalischen Schöpfungsmythos signalisiert, dass es hier um mehr als eine Jagdgeschichte geht. Was sie berichtet, wird als «Mariamars Version» ausgewiesen. Die konkurriert mit Tagebuchaufzeichnungen des Jägers Arcanjo, der den Ort von diesen Heimsuchungen befreien soll. Arcanjo wird von einem Autor begleitet, der über die Löwenjagd eine Reportage schreiben will.

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