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Zürich als Wanderstadt neu entdecken

Pünktlich zu den Sommerferien erscheint ein Wanderführer für Zürich: Mit «Wandern in der Stadt Zürich» lässt sich die Limmatstadt nicht nur von Auswärtigen, sondern auch von Einheimischen neu entdecken.

Die Stadt Zürich bietet sich auch an für Wanderungen.
Die Stadt Zürich bietet sich auch an für Wanderungen.
Keystone

Einstimmung in das Buch der Autoren Ursula Bauer, Jürg Frischknecht und Marco Volken ist eine fotografische Stadtumrundung. Von Sonnenaufgang bis -untergang wanderte Marco Volken am längsten Tag des Jahres 2011 entlang der Grenze der Stadt Zürich: 58 Kilometer und 1300 Höhenmeter Auf- und Abstieg, im Gepäck eine Kamera.

Die alte Stadtgrenze von 1892 – vor der Eingemeindung der elf Vorortsgemeinden – war um einiges kürzer: Gerade mal 2,5 Stunden dauert die erste beschriebene Route «Eusi chlii Stadt». Diese führt auf den Spuren der Schriftsteller Gottfried Keller und James Joyce vom Platzspitz bis zu den Hürlimann-Thermen.

16 Routen von zwei bis sechs Stunden

Insgesamt sind 16 Routen zwischen zwei und sechs Stunden beschrieben. Die Autoren wollten «richtige» Wanderungen finden, wie es in der Einleitung heisst. Wanderskizzen und Routen-Telegramme lotsen denn auch von Strasse zu Strasse – empfohlen wird aber zusätzlich ein Stadtplan.

«Zürich die Wanderstadt ist auch Gartenstadt, Betonstadt, Wasserstadt, Hügelstadt, eine Boomstadt, gemütlich und schrill, geschichtsträchtig und postmodern, eine Stadt der Bau- und Landbaukunst und eine Stadt, die sich immer wieder neu erfindet», heisst es in der Einleitung weiter.

Und genau so unterschiedlich sind die Routen: Sie führen entlang von Limmat und Sihl, mäandern durch Zürich West und Nord sowie über die sieben Moränenhügel. Natürlich fehlt auch der Hausberg Uetliberg nicht. Interessierte können sich aber auch auf die Spuren von Eisenbahnen, Gärten und «Bergbeizen» begeben. Nur selten führen die Routen ein paar Schritte über die Stadtgrenze hinaus.

Die Autoren, die in Zürich leben, wanderten nicht nur im Sommer, sondern während jeder Jahreszeit: An einem Wintertag waren sie am Zürichsee unterwegs und erinnern sich dabei an die Seegfrörni von 1963. Herbstlich sind die Fotos bei der Panoramawanderung vom Albisgüetli bis zur Waid.

Gute Unterhaltung für Wanderpausen

Neben historischen Anekdoten und Geschichten kommen auch die kulinarische Seite und das heutige Zürich nicht zu kurz. Das Buch ist eine Momentaufnahme aus dem Jahr 2012. Gewisse Fakten sind deshalb denn auch bereits wieder veraltet: Angekündigt wird beispielsweise die Verschiebung des MFO-Gebäudes in Oerlikon. Dies geschah aber bereits Anfang Juni, noch vor Erscheinen des Buches.

Die bekannten Wanderautoren haben sorgfältig recherchiert – mit viel Liebe zum Detail. Die Fotos von Marco Volken runden das Buch ab. Das Wanderlesebuch eignet sich deshalb nicht nur zum Wandern, sondern dient auch als Unterhaltung für Wanderpausen oder für solche, die Zürich lieber vom Sofa aus entdecken wollen.

SDA

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