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Darum lesen finnische Schüler plötzlich schlechter

Finnlands Schulen gelten seit der Pisa-Studie als vorbildlich. Nun zeigt sich: Der Erfolg beruhte gar nicht auf modernen Lehrmethoden, sondern auf der autoritären Tradition.

Von Thomas Vitzthum
Die Kultur des Gehorsams und der Autorität der Lehrer war in Finnland länger massgeblich als anderswo: Schüler 1948 während einer Pause. Foto: Werner Bischof (Magnum Photos)
Die Kultur des Gehorsams und der Autorität der Lehrer war in Finnland länger massgeblich als anderswo: Schüler 1948 während einer Pause. Foto: Werner Bischof (Magnum Photos)

Alle waren sie da. Gleich nachdem das Wunder geschehen war, kamen sie: die Bildungsexperten, Bildungspolitiker, Bildungserklärer und Bildungsverklärer. Sie alle sind in den letzten 15 Jahren mindestens einmal nach Finnland gereist. Das gehörte sich so, seitdem das Land in der ersten OECD-Bildungsstudie Pisa des Jahres 2000 den Spitzenplatz eingenommen und sich viele Nationen angesichts der miserablen Leistungen ihrer eigenen Schüler die Augen rieben. Auch in der Schweiz war man schockiert.

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