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«Der Holocaust wird abstrakte Geschichte»

Im Angesicht des Grauens: Die Schweizer Holocaust-Überlebende Nina Weil. Fotos: Beat Mumenthaler (Gamaraal Foundation)

Überlebende der Shoah werden oft an Schulen eingeladen. Was können sie jungen Menschen vermitteln, was Lehrer nicht können?

Es gibt viele Bücher und Filmdokus mit authentischen Zeugnissen.

Ist es mehr der Zeuge, der Eindruck hinterlässt, als das Zeugnis?

Was heisst es, dass Überlebende des Holocaust in absehbarer Zeit sterben werden? Sie sind heute in der Regel über 80 Jahre alt.

Was passiert mit einem historischen Ereignis, wenn seine letzten Zeugen gestorben sind?

Vor sechs Jahren starb der letzte Veteran des Ersten Weltkrieges. Was änderte das?

Wie meinen Sie das?

Umso mehr in einer Gesellschaft wie in Westeuropa, die Krieg und Genozid schon seit Generationen nicht mehr erlebt hat?

Warum reichen die geschriebenen Zeitzeugnisse nicht aus, um die Erinnerung wachzuhalten?

Zeigt sich das auch bei Ihren Studentinnen und Studenten?

Zum Beispiel?

Was ja wieder zeigt, wie weit weg und abstrakt Geschichte ist, die man nicht selber erlebt hat.

Kann man nicht auch unbelasteter über Geschichte reden und arbeiten, wenn niemand mehr lebt, der davon betroffen ist?

Wie wichtig sind Zeugenberichte der Täter?

Opfer sind zuverlässigere Zeugen?

Die Zeugnisse werden erst in der Masse zuverlässig?