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Der Homo-Dollar rollt

«Pinkwashing», das Geschäft von Politikern und Konzernen wie Google mit Homosexuellen, kommt gross in Gang.

Simone Meier
Good Vibrations: Google am World Pride March in London 2012.
Good Vibrations: Google am World Pride March in London 2012.
Screenshot Youtube
Braut und Bräutigammin: Sieht aus wie Neobiedermeier und ist ernst gemeint. New York Gay Pride Parade vom Wochenende.
Braut und Bräutigammin: Sieht aus wie Neobiedermeier und ist ernst gemeint. New York Gay Pride Parade vom Wochenende.
Chelsea Matiash, Keystone
Idyll mit Minihündchen: Zwei glückliche Gatten in Florida.
Idyll mit Minihündchen: Zwei glückliche Gatten in Florida.
Wilfredo Leo, Keystone
Doppelt ist noch schöner: Diese Bräute trauten sich, ihren Traum vom Brautkleid gleich zu zweit zu verwirklichen.
Doppelt ist noch schöner: Diese Bräute trauten sich, ihren Traum vom Brautkleid gleich zu zweit zu verwirklichen.
Jae C. Hong, Keystone
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Eigentlich sagt das schöne Wort «queer» schon alles. Quer steht es in der Landschaft, schräg, es findet sich da beim besten Willen nichts rechtwinkliges, es trägt alles in sich, was die Bewegung der Lesben, Schwulen und Transsexuellen, der LGBTQ-Community also, im Kern jahrzehntelang ausgemacht hat: Subversion, eine kreative, kämpferische Kraft, eine andere Perspektive auf die Gesellschaft, die Politik, die Welt. Zeichen und Rufe vom «andern Ufer», wie das früher einmal so schön hiess. Und jetzt? Alles Mainstream! Alle wollen nur noch heiraten dürfen! Frankreich führt die Homoehe ein! England vielleicht bald! Kalifornien führt sie wieder ein! Überhaupt: Amerika! Alle denken jetzt pink: François Hollande, Barack Obama, selbst der stockkonservative David Cameron und der über seinen Internetsex gestrauchelte amerikanische Demokrat Anthony Weiner. «Pinkwashing» nennt man das, wenn sich Menschen wie David Cameron das Mäntelchen der Bewegung umhängen.

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