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Der lange Weg zur Freiheit

Im Februar kommt ein Film über Nelson Mandela in die Kinos. Hauptdarsteller Idris Elba brilliert.

Starke Präsenz: Idris Elba als Nelson Mandela.
Starke Präsenz: Idris Elba als Nelson Mandela.

Das Leben des südafrikanischen Nationalhelden Nelson Mandela in weniger als drei Stunden komprimiert: Mit dem Film «Mandela: Long Walk to Freedom» ist der Versuch gewagt worden. Anfang Februar kommt er in die Kinos.

Es muss den Kinobesuchern in London eiskalt den Rücken hinuntergelaufen sein. Mitten bei der Filmvorführung am vergangenen Donnerstag erfahren sie, dass der Mensch, dessen Biografie auf der Leinwand gerade nachgezeichnet wird, tot ist: Nelson Mandela. Im Publikum sitzt auch dessen Tochter Zindzi.

«Mandela: Long Walk to Freedom» nach Mandelas gleichnamiger Autobiografie erzählt die Geschichte des südafrikanischen Nationalhelden von seiner Kindheit, dem Kampf gegen die Apartheid bis zu seiner Wahl zum ersten schwarzen Präsidenten Südafrikas im Jahr 1994.

Es ist eine überwiegend gelungene Annäherung an den Friedensnobelpreisträger, der Schwarze und Weisse in seiner Heimat versöhnte. Hauptdarsteller Idris Elba (41) spielt die Figur Mandela mit enormer Präsenz.

Rückblenden im Gefängnis

Der britische Regisseur Justin Chadwick zeigt in dem Film zwei Mandelas: einen Mann, der oft einsam war und seine grosse Liebe verlor, und einen Mann, der die Massen um sich scharen und die Welt verändern konnte.

Der zweieinhalb Stunden lange Film zeigt Mandela zunächst als jungen aufstrebenden Anwalt in Johannesburg. Er verteidigt Schwarze vor Gericht. Sein Erfolg spricht sich herum und der charismatische Mann kommt in Kreise der einstigen Freiheitsbewegung und heutigen Regierungspartei Afrikanischer Nationalkongress (ANC).

Mandela wird einer der Anführer und geht schliesslich in den Untergrund, dafür gibt er sein Familienleben mit Frau Winnie (Naomie Harris, «Fluch der Karibik») auf.

Auf einer abgelegenen Farm fliegt die Gruppe, die Bomben baut, auf. Für Mandela beginnen im Gefängnis auf der Insel Robben Island vor Kapstadt 27 Jahre der Einsamkeit und der Härte. Er muss in einem Steinbruch arbeiten - lebenslang lautet das Urteil. Zwischen dieser Geschichte sind immer wieder Szenen aus der Kindheit und Jugend eingeschoben.

Überfrachtet

Der Regisseur hat viel Raum geschaffen für prägnante Reden und Gedanken Mandelas: «Gemeinsam sind wir stark» ist ein solcher Satz, der mehrmals fällt. Den enormen Eindruck, den Mandela auf sein Volk macht, transportiert der Film glaubhaft.

Die Filmemacher haben sich mit dem Projekt dennoch viel vorgenommen - die Last, bei einem solchen Leben wie dem von Mandela jederzeit den richtigen Ton zu treffen, wiegt schwer. Und das Bestreben, so viele Teile wie möglich aus seinem Leben zu zeigen, wirkt an manchen Stellen überdreht und gehetzt.

Hervorragender Hauptdarsteller

Hauptdarsteller Elba («Prometheus»), der in den 90er Jahren in einer britischen Fersehserie debütierte, ist es zu verdanken, dass der Protagonist im Film die nötige Statur und Charisma hat. Er spielt kraftvoll, gewitzt und ideenreich.

Am Donnerstag war Elba auch bei der Filmvorführung in London mit Prinz William und dessen Frau Kate. In einem Statement, das mehrere Medien veröffentlichten, sagte Elba: «Es war eine Ehre, in die Schuhe Nelson Mandelas zu schlüpfen und einen Mann zu porträtieren, der Ungleichheit verachtet, Barrikaden eingerissen und Menschenrechte vor den Augen der Welt verfochten hat.»

SDA

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