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Der Quantensprung des Comics

Das Luzerner Comic-Festival Fumetto zeigt zum 25-Jahr-Jubiläum die enorme Entwicklung der neunten Kunst.

Der neue Werkzyklus des grossen italienischen Zeichners Lorenzo Mattotti, «Oltremai», wird von düsteren Gestalten bevölkert.
Der neue Werkzyklus des grossen italienischen Zeichners Lorenzo Mattotti, «Oltremai», wird von düsteren Gestalten bevölkert.
PD
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Tristesse herrschte an diesem Abend im August 1993: Robi Müller, Gründungs­figur und Direktor des Comixfestivals Fumetto, versackte mit seinem Mitstreiter Urs Hangartner in einer Luzerner Hotelbar; keiner sonst war zum Planungstreffen gekommen. Plötzlich rief die Barkeeperin: «Die Kapellbrücke brennt!» Das Duo zog zur Brücke, die dem jungen Festival einen unerwarteten Boost verschaffen sollte. 1992 hatte man voller Elan einen Comicwettbewerb ausgerichtet und die eingesandten Blätter im legendären Jugendkulturhaus Wärchhof ausgestellt: ein Erfolg. Man dachte weiter, dachte grösser. Aber ironischerweise bescherte diese Katastrophennacht vom Sommer 1993 Fumetto die nötige Aufmerksamkeit: Schweizerische und bekannte ausländische Comiczeichner schufen, unter der Überschrift «Fumetto», für die beschädigten Brückengiebel dreieckige Bildtafeln, die dort rund drei Monate hingen und einen steten Besucherstrom generierten.

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