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«Der ständige Verdacht stört mich»

Für Ex-Expo-Chef Martin Heller spricht nichts gegen eine Offenlegung der Löhne von Kulturdirektoren. Die Unterstellung, dass sich diese bereichern, hält er für böswillig.

Mit Martin Heller sprachen Guido Kalberer und Andreas Tobler
«Die Ökonomisierung treibt mittlerweile gigantisch dumme Auswüchse», sagt Kulturmanager Martin Heller. Foto: Sabina Bobst
«Die Ökonomisierung treibt mittlerweile gigantisch dumme Auswüchse», sagt Kulturmanager Martin Heller. Foto: Sabina Bobst

In Zürich wird zurzeit über die Einkünfte der Direktoren grosser Kulturinstitutionen spekuliert. Sind Sie für eine Offenlegung der Löhne?

Ja. Ich sehe keinen Grund, der dagegen spricht. Aber: Transparenz ist kein Wert für sich. Wer Transparenz verlangt, soll dies aus einem selbstverständlichen Interesse heraus tun für die Qualität des Produkts, um das es geht. Also ohne die böswillige Unterstellung, dass die Löhne zu hoch seien und die Kunstdirektoren sich in erster Linie bereichern wollen. Das ist das, was mich an der aktuellen Debatte stört.

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