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Die Ästhetik des Alltags

Schweizer Design ist weltberühmt für seine formvollendete Verknüpfung von Nützlichkeit und Schönheit: Eine grosse Ausstellung im Zürcher Museum für Gestaltung zeigt nun über 800 Objekte aus den letzten 100 Jahren.

Das Ding hier kommt Ihnen irgendwie bekannt vor – aber Sie können's nicht recht einordnen? Moment.Eternit AG, Produktionsform zu Strandstuhl von Willy Guhl, 1954, Museum für Gestaltung Zürich, Designsammlung.
Das Ding hier kommt Ihnen irgendwie bekannt vor – aber Sie können's nicht recht einordnen? Moment.Eternit AG, Produktionsform zu Strandstuhl von Willy Guhl, 1954, Museum für Gestaltung Zürich, Designsammlung.
FX. Jaggy & U. Romito © ZHdK
So! Jetzt aber. Dies ist der berühmte Strandstuhl des Schweizer Designers Willy Guhl; und das Ding auf dem vorherigen Bild war die dazugehörige Produktionsform. Beide gibt's derzeit im Toni-Areal in den neuen Räumen des Museums für Gestaltung zu sehen, und zwar im Rahmen der Ausstellung «100 Jahre Schweizer Design». Willy Guhl, Strandstuhl, 1954, Museum für Gestaltung Zürich, Designsammlung.
So! Jetzt aber. Dies ist der berühmte Strandstuhl des Schweizer Designers Willy Guhl; und das Ding auf dem vorherigen Bild war die dazugehörige Produktionsform. Beide gibt's derzeit im Toni-Areal in den neuen Räumen des Museums für Gestaltung zu sehen, und zwar im Rahmen der Ausstellung «100 Jahre Schweizer Design». Willy Guhl, Strandstuhl, 1954, Museum für Gestaltung Zürich, Designsammlung.
FX. Jaggy, © ZHdK
Wetten, dass unsere Urenkel das Licht ebenfalls noch mit dem kultigen Kippschalter der Adolf Feller AG löschen werden?Feller AG, Kippbalkenschalter, ca. 1948, Museum für Gestaltung Zürich, Designsammlung.
Wetten, dass unsere Urenkel das Licht ebenfalls noch mit dem kultigen Kippschalter der Adolf Feller AG löschen werden?Feller AG, Kippbalkenschalter, ca. 1948, Museum für Gestaltung Zürich, Designsammlung.
FX. Jaggy & U. Romito © ZHdK
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Nehmen wir zum Beispiel den Sparschäler Rex. Ein paar Gramm Aluminium sind das nur, so geformt, dass sie möglichst gut in der Hand liegen, während man einer Gurke ratzfatz die minimal nötige Hautdicke abschält. Oder ihr je nach Gusto ein adrettes Streifenmuster verpasst. Wenn Wirtschaftlichkeit, Funktionalität und Ästhetik dergestalt aufeinandertreffen, dann ists Design in Bestform – und völlig legitim, selbst Küchenhilfen royale Namen zu verpassen, wie eben 1936 geschehen bei der Zena AG in Affoltern am Albis.

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