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Die Kunstschule der Generation Twitter

Herr Scheller, die traditionelle Aufteilung in unterschiedliche Vertiefungsfächer – Bildende Kunst, Fotografie, Multimedia, Theorie – wird aufgebrochen. Stattdessen wird beim Bachelor-Studiengang Kunst & Medien künftig ein spartenübergreifendes Programm geboten. Warum?

Bisher wurde traditionell unterrichtet, und die Künstler fanden trotzdem «ihren Weg», auch wenn das bedeutete, erst anderes ausprobieren zu müssen, um zu «seiner» Kunstform zu finden. Wozu also etwas ändern?

Welche Erfahrungen hat man mit der neuen Methode an anderen Europäischen Kunstschulen gemacht?

Ist die neue Form eine Bankrotterklärung der traditionellen Unterrichtsmethode?

Greift man auch ein, weil die Qualität der BA-Abschlussarbeiten durchzogen war?

Wie wird die Qualität künftig kontrolliert?

Fördert man mit dem spartenübergreifenden Bachelor nicht das Unvermögen der Generation Twitter, sich zu fokussieren? Springt man nicht auf den Trend auf, alles ein bisschen zu machen, aber nichts richtig?