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«Die römische Kurie ist doch kein Mafiaclan»

Er war die Nummer zwei im Vatikan. Nun kritisiert Kardinal Gerhard Ludwig Müller den Papst für seine progressiven Positionen.

«Religionsfreiheit darf nicht vom Staat behindert werden», sagt Kardinal Gerhard Ludwig Müller in Einsiedeln. Foto: Samuel Schalch
«Religionsfreiheit darf nicht vom Staat behindert werden», sagt Kardinal Gerhard Ludwig Müller in Einsiedeln. Foto: Samuel Schalch

Seit er nicht mehr als Glaubenspräfekt Papst Franziskus berät, ist Kardinal ­Gerhard Ludwig Müller ein gefragter Interviewpartner und wird in alle Welt zu Vorträgen eingeladen. Von Sibirien kommend, hat er am Sonntag in Einsiedeln mit CVP-Präsident Gerhard Pfister und dem Basler Bischof Felix Gmür über die Not verfolgter Christen im Nahen Osten debattiert. Der grosse, wortgewandte Deutsche lässt sich nicht gern in die Rolle des konservativen Antipoden von Papst Franziskus drängen, weil der ihn im letzten Sommer überraschend als Glaubenshüter entlassen hat. Dennoch lässt der einstige Dogmatikprofessor im Gespräch mit dieser Zeitung durch­blicken, dass er Franziskus theologisch für zu unbedarft hält.

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