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Die Schweiz als Schnipselsalat

Die Ausstellung «Grosses Kino» im Landesmuseum vermengt Clips aus Schweizer Filmen zu einem Seelenbild des Landes. Eigentlich zeigt sie vor allem, wie wir heute Bilder konsumieren.

Filmgeschichte als postmoderne Montage: Eine Collage aus Schweizer Produktionen. Gestaltung/Konzept: integral ruedi bauer, 2014
Filmgeschichte als postmoderne Montage: Eine Collage aus Schweizer Produktionen. Gestaltung/Konzept: integral ruedi bauer, 2014

So sieht es also aus, das Epos des Schweizer Films. Es dauert 160 Minuten und besteht aus 115 Ausschnitten aus anderen Schweizer Filmen. Ein Gang durchs ­Kinojahrhundert von Leopold Lindtberg über «Uli der Knecht» bis zu «Grounding» und wieder zurück und dann weiter im chronologischen Zickzack. «Grosses Kino» bietet eine Anthologie des Schweizer Films, eine Sammlung dramatischer Höhepunkte und aussagekräftiger Szenen. Der Schweizer Film als Sampler und Degustationsplatte. Er enthält von allem ein bisschen und von nichts genug und bietet sämtliche Verdächtige auf: Kurz glüht Alain Tanners «La salamandre», rasch werden «Die Schweizermacher» angetippt, unvermeidlich folgt Markus Imhoofs «Das Boot ist voll».

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