«Der Marignano-Mythos ist kein Märli!»

2015 stehen grosse Jubiläen an. Doch was sollen wir feiern? Ein Streitgespräch von SP-Nationalrätin Jacqueline Fehr, Wissenschaftler Kijan Espahangizi und SVP-Nationalrat Peter Keller.

Im September 1944 markiert ein Maler das Schweizer Hoheitsgebiet am Grenzübergang Boncourt. Foto: Keystone, Photopress-Archiv

Im September 1944 markiert ein Maler das Schweizer Hoheitsgebiet am Grenzübergang Boncourt. Foto: Keystone, Photopress-Archiv

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700 Jahre Schlacht von Morgarten und 500 Jahre Schlacht von Marignano, aber auch 200 Jahre Wiener Kongress und 70 Jahre Kriegsende: 2015 wird ein grosses Jubiläumsjahr. Bereits streiten Linke wie Rechte darum, welche Ereignisse als lehrreich in Erinnerung behalten werden sollen. Die SP will in der ganzen Schweiz «Friedenslinden» pflanzen, um der Befreiung Europas im Mai 1945 zu gedenken. Die konservative Stiftung Fondazione Pro Marignano plant derweil einen Festakt im mailändischen Vorort Melegnano, wo die Schlacht von Marignano stattfand. Aufseiten der SP ist Nationalrätin Jacqueline Fehr die treibende Kraft einer linken Erinnerungskultur, ihr Ratskollege und Historiker Peter Keller von der SVP vertritt die Position der Traditionalisten. Für eine gänzlich neue Perspektive tritt Wissenschaftler Kijan Espahangizi ein: Er hält die Ansichten Fehrs und Kellers gleichermassen für überholt. Während der Wintersession trafen die drei im Bundeshaus aufeinander.

Die Geschichtswissenschaft hat sich von der Vorstellung verabschiedet, die Schweizer Neutralität sei aus der Niederlage bei Marignano entstanden. Dennoch verteidigen Sie, Herr Keller, den Mythos Marignano. Haben Sie als Historiker keine Gewissensbisse?

Peter Keller: Die Fakten zur Schlacht bei Marignano lassen nach wie vor genügend Raum zur Deutung. Es werden folglich auch in Zukunft neue Interpretationen hinzukommen. Aber wie Peter von Matt sehr richtig bemerkt hat, sollte man den Mythos an sich ernst nehmen. Er ist kein Märli! Hinter einem Mythos wie Marignano steht immer eine alte, stimmige Weisheit, eine Handlungsanweisung für die Gegenwart. Der Mythos Marignano wird deshalb lebendig bleiben. Er hat ein Eigenleben entwickelt, über das letztlich weder die Historiker noch wir bestimmen können.

Jacqueline Fehr: Doch, der Mythos ist ein Märli. Denn er ist eine bewusste Simplifizierung und trennt viel zu eindeutig Gut von Böse. Die Kriegermythen der alten Eidgenossen bringen uns nicht weiter, sie verdecken die vielen Schattenseiten der Vergangenheit und haben mit der Gegenwart nichts zu tun. Das Geschichtsbild von Herrn Keller erinnert mich an einen Alzheimer-Patienten: An das Uralte erinnert man sich gern und gut, das Frische und Neue dagegen vergisst man ständig. Dabei hat die Geschichte unseres Landes, die Schweiz mit ihrer Demokratie und ihrem Wohlstand lange nach Marignano begonnen, mit der Überwindung der Alten Eidgenossenschaft – 1848, mit der Gründung des Bundesstaates.

Keller: Ein kleiner Spaziergang durchs Bundeshaus zeigt bereits, wie sehr Frau Fehr irrt. Die Schweiz fiel nicht 1848 vom Himmel. Auch wenn viele dieses Haus heute wie Analphabeten betrachten: Auf Schritt und Tritt erinnern uns hier Statuen und Bilder daran, dass die Schweiz ein Gewächs ist, dessen Wurzeln weit zurückreichen. Dass zeigt uns nur schon das Wandgemälde von Charles Giron im Nationalrat, «Die Wiege der Eidgenossenschaft», vor dem jeweils die neu gewählten Parlamentarier quasi als neues Personal des grossen alten Schauspiels der Schweiz ihren Schwur ablegen.

Frau Fehr, die Rechte pflegt die alten Mythen. Warum schafft es die Linke partout nicht, diesen Mythen eigene Erzählungen entgegenzustellen?

Fehr: Die moderne Schweiz ist das Resultat von konkreten Leistungen: Volksschule, AHV, SBB. Diese politischen Errungenschaften erzählen die Geschichte einer Willensnation, die auf Rücksichtnahme, Ausgleich und Solidarität baut. Daran erinnert uns der Spruch in der Kuppel des Bundeshauses: «Einer für alle, alle für einen». Die Linke muss in Zukunft tatsächlich stärker und hör­barer von diesen Errungenschaften berichten. Zum Beispiel die Geschichte der SBB: Das Aufkommen der Eisenbahn stärkte den Zusammenhalt unseres Landes enorm, das Tessin erhielt endlich Anschluss. Dieses Kapitel unserer Geschichte findet heute seine Fortsetzung im Bau der Neat.

Keller: Wobei die Erzählung der SBB notabene nicht vom Staat initiiert worden ist – sondern durch Alfred Escher, dem grossen Motor der liberalen Schweiz. Wie viele andere der von Frau Fehr hochgelobten modernen Errungenschaften entstanden auch die SBB im relativ kurzen wirtschaftsliberalen Zeitfenster Mitte des 19. Jahrhunderts. Damals hatte der Staat noch nicht die Kraft, solche Projekte zu verhindern. (lacht)

Herr Espahangizi, Sie möchten eine Geschichtsschreibung aus Sicht der Migranten.

Kijan Espahangizi: Der Begriff des «Migranten» halte ich bereits für problematisch. Wer hier lebt, ist kein Migrant mehr – sondern ein Mitbürger, mit oder ohne roten Pass. Allerdings ein Mitbürger zweiter Klasse, denn man hat zwar alle Pflichten, aber nicht die gleichen Rechte und Chancen wie ein «richtiger» Schweizer. Obwohl wir in einer Gesellschaft leben, die nicht erst seit gestern durch Migration geprägt wird, spiegelt sich dieser Umstand im Geschichtsdiskurs nicht wider. Dabei würde gerade die Geschichte uns helfen zu verstehen, warum es in diesem Land so selbstverständlich erscheint, dass ein grosser, wachsender Teil der realen Bevölkerung nicht zum Schweizervolk zählt. Wenn Peter Keller in der Öffentlichkeit von «wir» spricht – warum gehören nicht alle in diesem Land lebenden Menschen dazu?

Keller: Herr Espahangizi übertreibt. Die Schweizer Geschichte ist auch eine höchst erfreuliche Integrations-Saga. Seit je assimiliert die Schweiz fremde Kulturen, sie ist ja schon in ihrer Veranlagung ein Vierkulturenland. Und wer den Pass noch nicht hat, dem rate ich schlicht zu etwas mehr Geduld. Die vielen Beispiele erfolgreicher Migranten, gerade in urschweizerischen Branchen wie der Uhren- oder der Schokoladen­industrie, zeigen, dass es Zugezogene hier mit Beharrlichkeit bis ganz nach oben schaffen können.

Glauben Sie auch an das Schweizer Tellerwäscher-Narrativ, Herr Espahangizi?

Espahangizi: Ich kenne es, ja.

Keller: Wo arbeiten Sie heute?

Espahangizi: An der ETH und der Uni Zürich.

Keller: Eben.

Espahangizi: Es geht hier nicht um meine Person, sondern um einen grossen Teil der Bevölkerung, der als fremd aus der Schweiz rausdefiniert wird, vom Secondo bis hin zum illegalisierten Flüchtling. Herr Keller, Sie erzählen die Geschichte der Schweiz als eine Geschichte der Integrationsleistung. Das ist eine schöne Geschichte, die ich gerne glauben möchte. Warum gilt das heute nicht mehr? Selbst wenn sogenannte Ausländer eingebürgert werden, sind sie noch lange keine «richtigen» Schweizer. Man denke hier etwa an unsere islamischen Mitbürger. Das ist ein offenes Geheimnis in diesem Land. Ich würde gerne mehr über die Integrationsleistung in der Schweizer Geschichte erfahren. Noch interessanter fände ich aber zu wissen, warum es seit ein paar Jahren in eine deutlich andere Richtung geht.

Welche Schweizer Geschichte sollen Schüler hier lernen, Herr Espahangizi?

Espahangizi: Es geht im Geschichtsunterricht nicht primär um Jahreszahlen. Junge Menschen sollten lernen, dass es nicht nur eine Sicht auf die Geschichte gibt, auch nicht auf Schweizer Geschichte. Sinnvoll sind Perspektivenwechsel. So könnte man etwa die Geschichte Kosovos und die geteilte Migrationsgeschichte mit der Schweiz behandeln – die ja sehr viele hiesige Bürger direkt betrifft. Man sollte ausserdem neue geschichtswissenschaftliche Erkenntnisse berücksichtigen wie etwa die Forschung zur postkolonialen Schweiz, die eine Geschichte der Verstrickungen in die Ungeheuerlichkeiten des Kolonialismus erzählt und der transnationalen Verflechtungen, von denen das Land bis heute profitiert. Es geht dabei letztlich gar nicht darum, jüngere gegen ältere Schweizer Geschichte auszuspielen, oder umgekehrt. Ein kritisches historisches Bewusstsein kann man durchaus auch bei der Beschäftigung mit der Antike gewinnen.

Fehr: Ob eine eingehende Beschäftigung mit der Antike tatsächlich so sinnvoll ist, bezweifle ich. Relevant ist die jüngere Schweizer Geschichte, gerade im Hinblick auf die Frage: «Wer ist das, wir?» Ich verstehe Ihr akutes Problem sehr gut, Herr Espahangizi – vor vierzig Jahren waren es noch die Frauen, die von der Gesellschaft ausgeschlossen waren. Gerade darum ist die jüngere Geschichte so wichtig: Wir müssen verstehen und uns darüber unterhalten, wer der Souverän in der Schweiz ist. Natürlich kann ich ein grundsätzliches Staatsverständnis von den alten Griechen lernen, und natürlich ist die mittelalter­liche Allmendbewirtschaftung wichtig. Wenn aber die jüngere Frage nach der Entwicklung unserer Gesellschaft ausgeblendet wird, dann verstehen wir die heutige Schweiz nicht.

Keller: Frau Fehr, Sie stellen den Bundesstaat von 1848 schon wieder ins adventliche Licht. Es sei festgehalten: Das war ein Bundesstaat ohne Frauen, ohne Sozialdemokraten, ohne Konservative. Die katholische Schweiz musste lange im Warteraum der Geschichte Platz nehmen. Die Katholiken standen unter Verdacht und mussten zuerst . . .

Fehr: . . . politisch «erwachsen» werden, sprich bereit sein, Macht mit anderen zu teilen und ein neues «Wir» zu entwickeln.

Keller: Das ist jetzt eine ziemlich herablassende Bemerkung der Siegerschweiz von damals. Aber Sie haben schon recht: Wir müssen uns über das «Wir» unterhalten. In rechtlicher Hinsicht ist diese Frage schnell beantwortet: Ein Bürger der Schweiz ist man, wenn man einen Pass hat.

Espahangizi: Also gehöre ich nicht dazu.

Keller: Genau. Bei uns . . .

Espahangizi: Meinen Sie mich jetzt mit?

Keller: Sie verwirren mich. Geduld, Sie sind bald auch dabei im Club. Wer den Schweizer Pass bekommt, der wird auch mit einzigartigen Volksrechten ausgestattet. Dazu gehört eine gewisse Wartefrist, dazu gehören gewisse Anpassungsleistungen. Meine Vorfahren zogen als Reformierte aus Zürich ins katholische Nidwalden und wurden beileibe nicht mit offenen Armen empfangen. Mein Ururgrossvater bekam nicht einmal ein ordentliches Grab. Auch die Kellers mussten eine Warteschlaufe ein­legen – heute haben die Nidwaldner einen von uns als Volksvertreter nach Bern geschickt.

Ist diese Warteschlaufe heute denn überhaupt noch sinnvoll?

Keller: Sie gehört zu unseren Regeln. Auch den Führerausweis bekommt man nicht einfach so. Die politische Teilnahme setzt Leistungen voraus, dass man zum Beispiel das Abstimmungsbüchlein lesen kann.

Espahangizi: Wir sind in der Diskussion an einem entscheidenden Punkt angelangt. Heute ist es in der Theorie so: Zuerst soll ein Assimilierungsprozess stattfinden, an dessen Ende die Belohnung in der Form des Bürgerrechts steht. Ob man sich eher an die Schweiz von Herrn Keller oder von Frau Fehr assimilieren soll, ist dabei übrigens nicht ganz klar. Um 1900 – als der schweizerische Überfremdungsdiskurs begann – war es noch umgekehrt, die Migranten erhielten zuerst das Bürgerrecht. Die heutige Situation ist also nicht gottge­geben. Natürlich kann man für den Bürgerrechtstest das Datum von Marignano lernen, die Frage ist aber: Was kommuniziert man den neuen Mitbürgern damit? Ich plädiere dafür, allen Menschen in der Schweiz das Bürgerrecht sofort zu verleihen, denn faktisch sind sie schon Mitbürger, ob man das nun wahrhaben möchte oder nicht.

Keller: Es geht uns . . . (schaut Espahangizi an) uns . . . jetzt ertappe ich mich immer dabei.

Espahangizi: Gut! Das muss sich im Alltag einbürgern.

Keller: Es ist eben so eine Sache mit dem «uns», auch für die Schweizer mit ihren starken regionalen Bezügen. Ich fühle mich zuerst als Nidwaldner, ich pflege unsere Traditionen, bin Mitglied eines Jodelklubs. Interessant ist ja, dass die spezifischen Feierlichkeiten in den verschiedenen Regionen oft viel inbrünstiger begangen werden als der Nationalfeiertag, der noch gar nicht so alt ist und erst 1891 eingeführt wurde.

Fehr: Und extra in die Ferien gelegt wurde, damit es kein freier Tag war.

Keller: Schade, ist er heute tatsächlich ein freier Tag. Ich fand es immer bemerkenswert: Der Schweizer arbeitet am Nationalfeiertag bis 16 Uhr und geht dann noch schnell seine Wurst bräteln. Es ist ja auch bezeichnend, dass wir keine Champs-Elysées haben, wo an diesem Feiertag die Truppen paradieren.

Fehr: Da sieht man es gut: In Ihrem Verständnis werden wir erst durch die Abgrenzung von den anderen zu Schweizern.

Espahangizi: Die Sache ist heute längst komplizierter. Ich bin als iranischer Secondo in Deutschland aufgewachsen – auch dort war ich trotz Pass immer der Ausländer, weil ich aussehe, wie ich aussehe. In der Schweiz ist es ähnlich, ausser wenn mich jemand reden hört. Dann bin ich eher der Deutsche. Hier bin ich zum ersten Mal zum Deutschen geworden. Das nehme ich der Schweiz etwas übel . . . (Alle lachen)

Keller: Trotz Ihrer Erfahrung ist die Schweizer Geschichte ein Angebot, weil sie eben nicht so ethnisch und nationalistisch ausgerichtet ist.

Fehr: Das ist eine Verharmlosung: Sie blenden die Realität von ganz vielen Menschen aus.

Espahangizi: Vielleicht sollten wir die Sache anders angehen. Jede Vergegenwärtigung von Vergangenem gestaltet die Zukunft. Wir müssen uns also zuerst darüber unterhalten, welche Zukunft wir wollen, um zu wissen, welche Geschichte wir brauchen. Darum mein Vorschlag: Statt uns auf 1291 und 1848 zu ­kaprizieren, statt den mythischen 1. August oder historischen 12. September zu feiern, sollten wir einen neuen Festtag gestalten. Einen neuen Rütlischwur – auf eine gemeinsame und gleichberechtigte Zukunft aller in diesem Land lebenden Menschen und jener, die noch dazukommen werden. Das wäre ein anderer Weg, die Geschichte der Schweizer Integrationsleistung zu feiern. Nicht zu bewahren und zu konservieren, sondern lebendig zu erhalten. Wir müssten an den alten eidgenössischen Mythen arbeiten und sie aktualisieren.

Würden Sie für einen solchen neuen Festtag Hand bieten, Herr Keller?

Keller: Das war mir etwas zu abstrakt.

Espahangizi: Das war doch nicht abstrakt. Es geht um ein Bekenntnis, ein Zeichen des guten Willens, die existierende Vielfalt in der Schweiz endlich gesellschaftlich zu anerkennen.

Keller: Das machen wir doch Tag für Tag. Die grosse Leistung der Schweiz ist es, trotz ihrer Vielfalt zusammenzuhalten. Die Mythen, von denen wir heute reden, sind in Krisenzeiten entstanden. Nach der Reformation, vor den Weltkriegen. Da kann man jetzt schon die Nase rümpfen – aber wer hätte 1939, bei Kriegsausbruch, auf die kleine Schweiz gewettet? Sie schaffte es trotzdem. Wir müssen uns selber nicht auf den Sockel stellen, aber schämen muss man sich für dieses Land auch nicht.

Fehr: Ich habe Herrn Espahangizi anders verstanden. Er möchte den Schwur «Wir wollen sein ein einig Volk von Brüdern» erneuern. Gemeinsam gestalten wir unsere Gesellschaft, und zwar zusammen mit jenem Viertel der hier lebenden Menschen, das wir heute ausschliessen. Das ist das Zukunftsmodell. Die Welt wird die Nationalstaaten tendenziell überwinden, und darum brauchen wir neue Formen der Gesellschaft. Der Kern dieser Gesellschaften ist die gemeinsame Verantwortung.

Keller: . . . und dann wollen Sie ja auch noch den Kapitalismus überwinden. Sie predigen hier das marxistische Modell des dialektischen Materialismus. So ziemlich genau das Gegenteil von der Arbeit, die Sie und ich hier im Nationalratssaal jeden Tag machen.

Fehr: Ach kommen Sie, Herr Keller. Wir waren schon einmal weiter. Die Schweiz war zu Beginn des letzten Jahrhunderts ein enorm offenes Land, mit einer bewundernswerten Integrationsleistung. Diese Zeit wird wieder kommen, wir werden die Verkrampfung überwinden.

Erstellt: 16.12.2014, 22:59 Uhr

Jacqueline Fehr

Jacqueline Fehr (*1963) ist Nationalrätin der SP. Die Sekundarlehrerin ist die prominenteste Fürsprecherin der Idee, nächstes Jahr des Kriegs­endes vom 8. Mai 1945 feierlich zu gedenken.

Kijan Espahangizi

Kijan Espahangizi (*1978) ist Geschäftsführer des Zentrums Geschichte des Wissens der ETH und der Uni Zürich. Der promovierte Historiker will Migranten eine wichtigere Rolle im Geschichtsdiskurs einräumen.

Peter Keller

Peter Keller (*1971) ist Nationalrat der SVP und Mitarbeiter der «Weltwoche». Der Historiker möchte die alten Schlachten der Eidgenossen in Marignano und Morgarten in Ehren halten.

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