Foto von Busunglück ist Pressebild des Jahres

Das Busunglück im Wallis erschütterte letztes Jahr die Schweiz und Belgien. Eines der Bilder, die kurz nach dem Unfall geschossen wurden, erhielt nun die Auszeichnung als Pressebild des Jahres 2012.

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Laurent Gilliéron ist zum zweiten Mal Schweizer Fotograf des Jahres. Der Fotoreporter der Agentur Keystone konnte den Preis am Freitagabend in Bern für sein Bild vom Busunglück 2012 in Siders entgegennehmen.

Gilliéron ist der erste Fotograf, der zweimal mit dem «Swiss Press Photo»-Hauptpreis geehrt wird. Der Waadtländer gewann die Auszeichnung schon 2005 mit einem Bild der Strompanne der SBB, wie die Stiftung Reinhard von Graffenried mitteilte.

Beim Unfall des belgischen Reisecars in einem Tunnel bei Siders starben im März 2012 28 Menschen, darunter 22 Kinder. Die Unfallursache ist nach wie vor unklar.

Preis für Bericht zu VBZ-Unfällen

Die Schweizer Medienpreise für Lokaljournalismus gingen dieses Jahr an drei Deutschschweizer und einen Romand. So siegte in der Kategorie «Print» Rico Czerwinski, der sich im «Magazin» mit den Unfällen bei den Verkehrsbetrieben Zürich auseinandergesetzt hatte.

In der Kategorie «Online» setzte sich Philipp Loser mit seiner Wahlberichterstattung für die «Tageswoche» durch. Corinne Eisenring von der SRF-Sendung «Schweiz aktuell» erhielt die Auszeichnung in der Kategorie TV für einen Hintergrund-Beitrag über die Stimmbeteiligung.

Arnold Hottinger für Lebenswerk geehrt

In der Kategorie Radio holte sich Simon Corthay von Radio RTS den Preis. Ihn hat der Film «Intouchables» dazu inspiriert, die Betreuung von Tetraplegikern in der Schweiz zu beleuchten.

Für sein Lebenswerk wurde der Journalist und Nahost-Experte Arnold Hottinger geehrt. Als Gewinner des Reinhard von Graffenried Lifetime Achievement Award folgt er auf die Fotografen René Burri (2011) und Robert Frank (2012). Jeder der sechs Preisträger erhält 20'000 Franken, wie die Stiftung mitteilte. (fko/sda)

Erstellt: 12.04.2013, 20:32 Uhr

Zum zweiten Mal mit dem «Swiss Press Photo»-Hauptpreis geehrt: Laurent Gilliéron. (Bild: Keystone )

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