«Uns ist schlicht das Geld ausgegangen»

Co-Direktor Philipp Meier verlässt das Cabaret Voltaire auf Ende September. Die renommierte Zürcher Kulturinstitution wird inhaltlich neu ausgerichtet, wie der Trägerverein bekanntgab.

Philipp Meier bei der Wiedereröffnung des Cabaret Voltaire im Jahre 2004.

Philipp Meier bei der Wiedereröffnung des Cabaret Voltaire im Jahre 2004. Bild: Keystone

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Wie Philipp Meier heute Nachmittag per Statusmeldung auf seinem Facebook-Profil bekannt gab, wird er das Cabaret Voltaire auf Ende September 2012 verlassen. Er hatte das Dada-Haus seit der Wiedereröffnung 2004 zusammen mit Adrian Notz geleitet.

Auf Nachfrage von Kommentatoren nannte er Geldmangel als Grund: «Uns ist schlicht das Geld ausgegangen, um das Haus mit eigenem Programm weiterzuführen.» Co-Direktor Adrian Notz werde zu 40 Prozent angestellt bleiben und vor allem Aufgaben als Betriebsleiter übernehmen und in der Krypta eine historische Dada-Ausstellung einrichten. Shop, Café und Fremdveranstaltungen sollen weiterhin betrieben werden.

In einer Medienmitteilung gab der Trägerverein bekannt, dass diese Massnahme im Rahmen einer Neuorganisation und inhaltlichen Neuausrichtung geschehe. Das Cabaret Voltaire soll sich auf die «Vermittlung des historischen Erbes» konzentrieren, während «Aktivitäten und Ausstellungen zum Thema Dada zeitgenössisch» zurückgefahren werden. (lmm)

Erstellt: 27.06.2012, 16:13 Uhr

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