Putsch in der Rechtschreibe-Branche

Die Schweizer Orthographische Konferenz erhebt Anspruch auf einen Sitz im Rat für deutsche Rechtschreibung. Die bisherigen Schweizer Ratsmitglieder sollen abtreten.

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In einem öffentlichen Amt seien auch jene Delegierten nicht länger tragbar, die sich in die Dienste von Verlagen gestellt haben, schreibt die Schweizer Orthographische Konferenz (SOK) weiter. Die «prekäre Lage» der Rechtschreibung könne «nur mit neuen Kräften bereinigt werden, welche in jeder Beziehung unabhängig sind». Die erste Amtsperiode des Rechtschreibrats endet im Dezember.

Die SOK hat nach eigenen Angaben ihre Forderungen den Erziehungsdirektoren am Dienstag in einem Schreiben mitgeteilt. Anlässlich ihrer Herbsttagung im Rahmen des Literaturfestivals BuchBasel hätten der Basler Erziehungsdirektor Christoph Eymann und sein Nidwaldner Kollege Res Schmid der SOK ihre Unterstützung zugesichert.

Auf der BuchBasel stellte die SOK ihren neuen «Wegweiser zu einer einheitlichen und sprachrichtigen deutschen Rechtschreibung» vor. «Er bietet eine kompakte Einführung in die Empfehlungen der SOK, die von der Chefredaktorenkonferenz und dem Verband Schweizer Presse unterstützt werden», wird er beworben.

(phz/sda)

Erstellt: 17.11.2010, 16:04 Uhr

Zoff in der Rechtschreibe-Branche: Nicht wegen eines Worts, sondern wegen der Ratssitzverteilung.

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