Schluss mit Bauer, Dame und König

Der Spieleverlag Helvetiq hat ein Jasskarten-Set mit berühmten Schweizer Persönlichkeiten gestaltet und dafür Bauer, Dame und König verbannt. Die Auswahl sei «Schlimmer als eine Bundesratswahl» gewesen.

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Das Schweizer Nationalspiel wird je nach Region mit deutschen oder französischen Karten gespielt. Der Verlag Helvetiq, bekannt durch sein gleichnamiges Spiel, hat von Illustratorin Ajsa Zdravkovic ein neues Spielkartenset gestalten lassen. Die Studentin an der Kunsthochschule HEAD in Genf, die im Sommer ein Praktikum bei der Spieleschmiede absolvierte, entschied sich dafür, die Jasskarten Entwicklern, Autoren, Entdeckern und Künstlern aus der Schweiz zu widmen.

Bauer, Dame und König sind bei allen vier Farben jeweils unterschiedliche Persönlichkeiten, von Max Frisch und Alberto Giacometti bis zu Oskar Bircher-Brenner und Johanna Spyri. Dabei versammelt die Schaufel die Schriftsteller, das Herz die Künstler, die Ecke die Erfinder und das Kreuz die Entdecker und Abenteurer.

«Schlimmer als eine Bundesratswahl»

Auslöser dafür sei der Entscheid des Bundesrates gewesen, die Banknoten neu zu gestalten und die Köpfe von bekannten Schweizern wegzulassen, erklärte Helvetiq-Gründer Hadi Barkat der Zeitung «24 Heures». Die Entscheidung, wen man auf den Jasskarten porträtieren wolle, sei aber nicht ganz einfach gewesen: «Es war schlimmer als eine Bundesratswahl, weil wir auch ein sprachliches Gleichgewicht berücksichtigen wollten.»

Dieses Kartenset ist laut Helvetiq erst der Anfang. In Zukunft sollen auch andere Schweizer Illustratorinnen und Illustratoren die Möglichkeit haben, weitere Spielkarten zu entwerfen. «Wir haben keine bestimmte Zielgruppe im Blick. Die Karten sollen mit ihrer Originalität und ihrer Gestaltung einfach das Herz der Spieler erfreuen», meint Hadi Barkat. (lmm)

Erstellt: 29.11.2012, 13:18 Uhr

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