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Brüste anfassen ja, Duzen nein

Ein Treffen mit der Kabarettistin Lisa Eckhart, die sich der radikalen Distanz verschrieben hat.

Safespaces sind eher nicht ihre Sache: Lisa Eckhart.
Safespaces sind eher nicht ihre Sache: Lisa Eckhart.
Franziska Schroedinger

Die Grenze ist schnell überschritten. Lisa Eckhart hat noch nicht wieder richtig am Tisch Platz genommen, vielleicht vier Meter von der Tür entfernt, an der sie eben noch empfangen hat, da ist es schon passiert. Man befindet sich in der Wohnung, die das Lustspielhaus, eine der guten Kabarett-Adressen in München, seinen Künstlern stellt. Es gibt eine Wohnküche mit Holzbank und Tisch und auch ansonsten Möbel, die um die Jahrtausendwende herum wohl als zweckdienlich galten. Und man darf rauchen. Es hängt also viel Nebel in der Luft und ein Hauch von Studenten-WG, und der Reporter war in diese Szenerie hineingetölpelt mit der Frage an die Kabarettistin, ob man sich denn duze – was ja eher keine Frage ist, sondern bei zehn Jahren Altersunterschied eine milde Nötigung. Wie soll man darauf schon antworten?

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