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China demonstriert mit 100'000 Raketen Stärke

Mit der grössten Weltausstellung der Expo-Geschichte unterstreicht China seinen Aufstieg zur Weltmacht. Chinas Staats- und Parteichef Hu Jintao verspricht eine «grossartige und unvergessliche» Expo 2010.

An der Feier nahmen auch Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy und seine Frau Carla teil.
An der Feier nahmen auch Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy und seine Frau Carla teil.
Reuters
Der Auftakt der Expo war begleitet von den grössten Sicherheitsvorkehrungen, die die 18-Millionen-Metropole je erlebt hat.
Der Auftakt der Expo war begleitet von den grössten Sicherheitsvorkehrungen, die die 18-Millionen-Metropole je erlebt hat.
Reuters
Die Expo wird nun sechs Monate geöffnet sein (1. Mai bis zum 31. Oktober).
Die Expo wird nun sechs Monate geöffnet sein (1. Mai bis zum 31. Oktober).
Reuters
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In einer farbenfrohen Zeremonie mit mehr als 20 Staats- und Regierungschefs und anderen Ehrengästen eröffnete der Präsident das sechsmonatige Grossereignis in der ostchinesischen Hafenmetropole. Mit rund 100'000 Raketen war das anschliessende Feuerwerk auf beiden Seiten des Huangpu-Flusses noch grösser als das Himmelsspektakel zur Eröffnung der Olympischen Spiele vor zwei Jahren in Peking.

Die Shanghaier Weltausstellung unter dem Motto «Eine bessere Stadt, ein besseres Leben» schlägt überhaupt alle Rekorde: Mit knapp 250 Ländern und Organisationen gibt es mehr Teilnehmer als je zuvor. In den nächsten sechs Monaten werden 70 Millionen Besucher in der Hafenmetropole erwartet, darunter fünf Millionen aus dem Ausland.

Grösste und teuerste Expo

Mit über fünf Quadratkilometern, das entspricht etwa 700 Fussballfeldern, ist das Gelände das grösste in der 159-jährigen Geschichte der Expos. Nie zuvor wurde so viel Geld in eine Weltausstellung gesteckt: nach unterschiedlichen Schätzungen umgerechnet bis zu 65 Milliarden Franken.

Die Austragung der Expo sei «der Stolz des ganzen chinesischen Volkes», sagte Präsident Hu Jintao vor der Feier. Chinas Staatsmedien nannten die Weltausstellung die «Olympischen Spiele der Wirtschaft, Wissenschaft und Technik». Es sei eine gute Gelegenheit, von der Welt zu lernen und Chinas Errungenschaften nach aussen zu zeigen.

Sarkozy und Barroso feiern mit

An der Feier in dem Ufo-förmigen Kulturzentrum nahmen auch Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy und seine Frau Carla teil, die in einem lilafarbenen Kleid, schwarzem Tuch und eleganter Hochsteckfrisur für Aufmerksamkeit sorgte. Auch EU- Kommissionspräsident José Manuel Barroso sowie Nordkoreas Nummer Zwei, Parlamentspräsident Kim Yong Nam, nahmen teil.

Neben Action-Star Jackie Chan und dem berühmten chinesischen Pianisten Lang Lang trat der italienische Tenor Andrea Bocelli auf. Mit Folklore-Gesängen und Tänzen ethnischer Minderheiten wollte sich China - ungeachtet der blutigen Unruhen in den vergangenen zwei Jahren in Xinjiang und Tibet - als Vielvölkerstaat vorstellen, dessen 56 Minderheiten in Harmonie miteinander leben.

Rigorose Sicherheitsmassnahmen

Der Auftakt der Expo, die am Samstag die Pforten für Besucher öffnet, war begleitet von den grössten Sicherheitsvorkehrungen, die die 18-Millionen-Metropole je erlebt hat. Die Shanghaier haben bis Dienstag frei. Rund 170'000 Freiwillige sind für die Expo mobilisiert worden. Hotels, Restaurants, Geschäfte und Taxifahrer erwarten gute Geschäfte.

Auch die Schweiz buhlt mit ihrem Pavillon zum Thema «Zusammenspiel zwischen Stadt und Land» um die Gunst der Besucher. Ein Pavillon der Städte Genf, Basel und Zürich sowie 21 Smart-Autos ergänzen den helvetischen Auftritt in Shanghai, der rund 24 Millionen Franken kostet.

Mit Chinas Hilfe nimmt erstmals auch das verarmte Nordkorea an einer Expo teil. In dem Pavillon stellt sich die international isolierte, stalinistische Diktatur als «Paradies für das Volk» dar.

SDA/bru

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