Zum Hauptinhalt springen

«Da können Welten aufeinanderprallen»

Welche Formulierungen verwendet man in der schriftlichen Korrespondenz? Professorin Ulla Kleinberger über missglückte Anreden, Höflichkeit und den Einfluss von SMS und Smartphones.

«Ausgestaltung des Textes ist nicht nur von der Übertragungsart abhängig»: Mann schreibt eine E-Mail.
«Ausgestaltung des Textes ist nicht nur von der Übertragungsart abhängig»: Mann schreibt eine E-Mail.
Reuters
«Mit grösster Hochachtung – Ihr – ergebener Richard Wagner»: Brief des Komponisten an den Anwalt Franz Adolf Schmidt, geschrieben am 28. September 1863.
«Mit grösster Hochachtung – Ihr – ergebener Richard Wagner»: Brief des Komponisten an den Anwalt Franz Adolf Schmidt, geschrieben am 28. September 1863.
AFP
Welche Anrede und Grussformel ist bei einer SMS angebracht?
Welche Anrede und Grussformel ist bei einer SMS angebracht?
Gaetan Bally, Keystone
1 / 5

«Sehr geehrte Frau Kleinberger» – so habe ich meine Interviewanfrage eingeleitet. Ist das immer noch Standard? Das kommt ganz darauf an. Eine E-Mail ist eine Art, Nachrichten an einen oder mehrere Empfänger(innen) zu übertragen. Die Ausgestaltung des Textes ist nicht nur von der Übertragungsart abhängig – sie hat einen Einfluss, ist aber nicht allein entscheidend. Die Modalität bestimmt stark mit, wie man in welche Höflichkeitskiste hineingreift: Wenn Sie mir schreiben und etwas von mir wollen, aber mich nicht kennen, dann ist das auf jeden Fall normal, mit «Sehr geehrte» zu beginnen und mit «Freundliche Grüsse» aufzuhören.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.