Zum Hauptinhalt springen

«Dann will ich auch bewusst die Hose runterlassen und sagen, so schreib ich»

Dirk von Gehlen plädiert in «Mashup» für die Aufwertung der Kopie und eine Reform des Urheberrechts. Im Gespräch gibt er Auskunft über seine Ideen, die Forderung nach einer Pauschalabgabe und sein neues Buch.

Dirk von Gehlen: «Ich bin für eine Anpassung des Urheberrechts an die digitalen Verhältnisse, um es zu schützen.»
Dirk von Gehlen: «Ich bin für eine Anpassung des Urheberrechts an die digitalen Verhältnisse, um es zu schützen.»
Gerald von Foris
Brachte frischen Wind in die Debatte: Piratenpartei in Deutschland.
Brachte frischen Wind in die Debatte: Piratenpartei in Deutschland.
Keystone
Kim «Dotcom» Schmitz und andere Mitarbeiter von Megaupload.com wurden wegen massiven Urheberrechtsverletzungen angeklagt.
Kim «Dotcom» Schmitz und andere Mitarbeiter von Megaupload.com wurden wegen massiven Urheberrechtsverletzungen angeklagt.
Keystone
1 / 4

Dirk von Gehlen, Ihr Buch «Mashup» ist vor genau einem Jahr erschienen. Wie stehen Sie heute dazu? Ich wollte über zwei Sachen schreiben: Die damals noch nicht so hochkochende Urheberrechtsdebatte und die Digitalisierung. Das Buch ist bisher fast nur als Urheberrechtsbuch wahrgenommen worden, was ich ein wenig schade finde. Es ist natürlich wichtig, wie der Gesetzgeber das regelt, aber die spannendere Frage finde ich, wie wir als Künstler, als kreative Leute mit den Möglichkeiten des digitalen Kopierens umgehen wollen. Da das Buch aber genau in eine Politisierungsphase hinein erschienen ist, als es Anfang des Jahres diese europaweiten Acta-Proteste gab, ist das nicht weiter verwunderlich. Ich habe fast sieben Jahre an dem Buch gearbeitet und fand das immer ein wichtiges Thema, aber dass es jetzt so aufkochen würde, hatte ich nicht erwartet.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.