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Das Rezept heisst «Tiptopf»

Diese Woche wurde der zweimillionste «Tiptopf» ausgeliefert. Wer nach 1986 die Kochschule besuchte, hat Erinnerungen an das Standardwerk. Es ist wohl das einzige Schulbuch, das bei vielen ein Leben lang im Regal steht.

Die gab es schon immer: Das Knöpflirezept ist typisch für den «Tiptopf»: Einfach erklärt, mit Bildern verstärkt.
Die gab es schon immer: Das Knöpflirezept ist typisch für den «Tiptopf»: Einfach erklärt, mit Bildern verstärkt.
Benjamin Zubriggen/zvg
1995, 9.Klasse, Brügg bei Biel.  Kochschule. Erinnerungen: Einander Eier anschmeissen. Einander in die Salatsauce spucken. Nichts im Kopf als Mist. Intervention der Schulkommission.  Und immer noch nichts im Kopf als Mist. Nur der «Tiptopf», der gefiel sogar den Saugofen – weil darin alles tipptopp erklärt ist und alles tipptopp gelingt. Das schafft sonst kein Kochbuch – und schon gar kein Schulbuch. Klar, dass man auch fast 20 Jahre nach der Kochschule noch immer regelmässig zum besten Lehrmittel seit der Erfindung des gedruckten Wortes greift. Letzte Woche lernte ich, «Tiptopf» sei Dank, grad «Dämpfen im eigenen Saft». Gab das geiles Gemüse! (Fabian Sommer)
1995, 9.Klasse, Brügg bei Biel. Kochschule. Erinnerungen: Einander Eier anschmeissen. Einander in die Salatsauce spucken. Nichts im Kopf als Mist. Intervention der Schulkommission. Und immer noch nichts im Kopf als Mist. Nur der «Tiptopf», der gefiel sogar den Saugofen – weil darin alles tipptopp erklärt ist und alles tipptopp gelingt. Das schafft sonst kein Kochbuch – und schon gar kein Schulbuch. Klar, dass man auch fast 20 Jahre nach der Kochschule noch immer regelmässig zum besten Lehrmittel seit der Erfindung des gedruckten Wortes greift. Letzte Woche lernte ich, «Tiptopf» sei Dank, grad «Dämpfen im eigenen Saft». Gab das geiles Gemüse! (Fabian Sommer)
Benjamin Zubriggen/zvg
Mein Liebster brachte eine Ausgabe des «Tiptopf» mit in die Ehe. Die Überraschung war gross, als ich es zum ersten Mal zur Hand nahm (um das beste Rezept nachzuschlagen, mit dem man altes Brot aufbrauchen kann: Ramequin). Die Überraschung: Das Buch gehört gar nicht meinem Mann. Es gehört einem gewissen Hubert Monad oder Monod. Die krakelige Schülerschrift ist leider schwierig zu entziffern. Ich stelle mir nun immer vor, dass dieser unbekannte Hubert sicher nie ein solch tolles Ramequin hinzaubern kann wie ich. (Mirjam Messerli)
Mein Liebster brachte eine Ausgabe des «Tiptopf» mit in die Ehe. Die Überraschung war gross, als ich es zum ersten Mal zur Hand nahm (um das beste Rezept nachzuschlagen, mit dem man altes Brot aufbrauchen kann: Ramequin). Die Überraschung: Das Buch gehört gar nicht meinem Mann. Es gehört einem gewissen Hubert Monad oder Monod. Die krakelige Schülerschrift ist leider schwierig zu entziffern. Ich stelle mir nun immer vor, dass dieser unbekannte Hubert sicher nie ein solch tolles Ramequin hinzaubern kann wie ich. (Mirjam Messerli)
Benjamin Zubriggen/zvg
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Die einen können ohne ihn kein Spiegelei machen, geschweige denn Knöpfli oder einen Zopf. Bei den meisten ist er ziemlich zerfleddert, und nicht selten steht ein Name eines Schulkollegen drin und nicht der eigene: Der «Tiptopf» ist ein Standardwerk in der Küche. Er feiert sein 25-jähriges Bestehen, diese Woche wurde das zweimillionste Exemplar ausgeliefert.

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