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Der gute Mensch von Novartis

Wann ist der Mensch gut? Philosophie-Professor Anton Leist handelt diese Frage anhand von Daniel Vasella ab.

Würden wir uns anders verhalten? Daniel Vasella, Ex-CEO von Novartis.
Würden wir uns anders verhalten? Daniel Vasella, Ex-CEO von Novartis.
Keystone

Man muss es deutlich sagen: Das ist eine Frage, die entweder Kinder, Schriftsteller in verzweifelten Momenten oder philosophische Seminare stellen, und die gegenseitige Nähe innerhalb dieser Liste ist bedenkenswert, soweit es die Philosophen betrifft, sogar bedenklich. Natürlich ist die Frage unbeholfen, weil so vieldeutig wie ein Trompetenstoss. Aber dass sich die Philosophen in der Gesellschaft von Kindern und Dramatikern finden, also eine Frage ernst nehmen, die so pathetisch wie ungezielt ist, macht die Philosophen ähnlich verdächtig wie Kinder und Dramatiker. Meiner Meinung nach beruhigt sich das Bedenken auch nicht dadurch, dass die Philosophen im Unterschied zu den Kindern auf die Frage kontrolliert und, im Unterschied zu den Dramatikern, mit – wie sie es selbst gern formulieren – «Argumenten» reagieren. Philosophen schaffen Klarheit, aber wie können sie das bei dieser Frage?

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