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Der osmanische Schatten

Ministerpräsident Erdogan nimmt unkritisch Bezug auf historische Referenzgrössen, die nicht für die Zukunft taugen. Das machen die jüngsten Proteste augenfällig.

Rückten in Hundertschaften an: Polizisten im Gezi-Park in Istanbul. (15. Juni 2013)
Rückten in Hundertschaften an: Polizisten im Gezi-Park in Istanbul. (15. Juni 2013)
AFP
Die Polizei greift durch: Demonstranten flüchten vor dem Strahl eines Wasserwerfers. (15. Juni 2013)
Die Polizei greift durch: Demonstranten flüchten vor dem Strahl eines Wasserwerfers. (15. Juni 2013)
Reuters
Das jüngste Symbol der weltweiten Proteste, die Guy-Fawkes-Maske, war auch in Istanbul präsent.
Das jüngste Symbol der weltweiten Proteste, die Guy-Fawkes-Maske, war auch in Istanbul präsent.
Keystone
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Vom Gezi-Park im Herzen Istanbuls sind Proteste in der ganzen Türkei und vielen Städten Europas ausgegangen. Die internationalen Medien berichten seit dem 31. Mai mit starken Bildern darüber. Die Türkei hat einmal mehr ihre schwer kalkulierbare Dynamik gezeigt. Friedfertige Hoffnung, kreativer Humor und basisdemokratische Begehren gehören ebenso dazu wie der Hunger nach gerechteren Verhältnissen, der in jener Weltgegend ungesättigt ist. Das haben die Unruhen, die Forderungen der Demonstrierenden augenfällig gemacht. Nicht weniger augenfällig waren die repressiven Muster der staatlichen Organe und, in Reaktion darauf, der militante Protest mancher Gruppen.

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