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«Die Festung Europa muss errichtet werden»

«Ich suche keinen Krawall, sondern reagiere auf Vorkommnisse»: Der AfD-Intellektuelle Marc Jongen bei einem Auftritt in Deutschland. Foto: Gerhard Leber (Imago)

Sind Sie dankbar, dass Sie durch die Absage des Podiums Aufmerksamkeit erhalten haben?

Sie sind ein Verteidiger der funktionierenden demokratischen Systeme, wie sie heute in Europa existieren?

Das stimmt nicht. Das Podium in Zürich hatte auch linke Verteidiger.

Jetzt lenken Sie davon ab, dass gerade AfD-Mitglieder das NS-Regime wiederholt verharmlost haben. Björn Höcke sagte, es sei das «grosse Problem, dass man Hitler als das absolut Böse darstellt».

Höcke fällt zum wiederholten Male mit solchen Äusserungen auf. Und das als Geschichtslehrer.

Höcke sprach bezüglich des Holocausts von einer «dämlichen Bewältigungspolitik». Deutschland sei das «einzige Volk der Welt, das sich ein Denkmal der Schande in das Herz seiner Hauptstadt gepflanzt hat».

Die AfD verurteilt alles Unrecht des Hitler-Regimes.

Sie sind kein gebürtiger Deutscher.

Kann jeder ein Deutscher werden – auch ein syrischer Flüchtling?

Im AfD-Programm heisst es, der Islam gehöre nicht zu Deutschland.

Was heisst das, dürfen Muslime ihren Glauben nicht praktizieren?

Dürfen die Muslime praktizieren?

In Deutschland gibts keine Scharia.

Sie stehen für eine Abschottung Europas gegenüber den Flüchtlingen.

Damit verschwindet die Not nicht aus der Welt. Gehört Humanität nicht zur deutschen Kultur?

Wie könnten Syrer Asyl beantragen, wenn es nach der AfD ginge?

Die AfD will mit dem Euro-Ausstieg eine Spaltung der EU betreiben. Ihr Asylverfahren wäre unmöglich.

Eine Rückkehr zum Nationalstaat löst nichts. Sie arbeiten nur auf Polarisierung und Verfeindung hin.

Wenn Sie Merkel eine «irre Psychiaterin» nennen, die den Deutschen gut zuredend immer heftigere Stromstösse zufügt, sehe ich darin nur Diffamierung – und in Ihnen einen Wiedergänger von Carl Schmitt, der Feindschaft zur Essenz des Politischen erhob.