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Die gute Fee

Die grosse Schweizer Märchenkönigin Trudi Gerster ist mit 93 gestorben. Sie war aber nicht nur die Stimme der Nation, sondern kämpfte auch in der Politik für die Rechte der Frauen. Ein Nachruf.

«Sie hat die Herzen der Kinder in der gesamten Deutschschweiz erreicht»: Trudi Gerster.
«Sie hat die Herzen der Kinder in der gesamten Deutschschweiz erreicht»: Trudi Gerster.
Keystone
Ihre Karriere begann 1939 an der Landesausstellung Landi in Zürich, wo die Kinder ihren Erzählungen gebannt zuhörten.
Ihre Karriere begann 1939 an der Landesausstellung Landi in Zürich, wo die Kinder ihren Erzählungen gebannt zuhörten.
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War auch politisch aktiv: Trudi Gerster engagierte sich vor allem für die Kulturförderung. (Oktober 1991)
War auch politisch aktiv: Trudi Gerster engagierte sich vor allem für die Kulturförderung. (Oktober 1991)
Keystone
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Trudi Gerster war das Märchen. Das grosse Gestern. Das «Es isch emol», mit dem jede ihrer Geschichten begann. Trudi Gerster war aber auch bis fast zuletzt eine Frau mit einem grossen Savoir- vivre. Mit Lippenstift, Nagellack, Zigaretten, Whiskey, Lidstrich. Mit einer Stadtwohnung mitten in Basel, einem Sommerhaus im Elsass, wo sie noch mit weit über 80 selbst hinfuhr im Auto, um ein bisschen allein zu sein oder altes Brot an Tiere zu verfüttern. An Tiere, die sie liebte und beobachtete, die sie auch oft im Zoo besuchte – dort, so sagte sie immer wieder, würde sich ihr offenbaren, wie so ein Tier redet. So ein Elefäntli oder Krokodil oder Säuli.

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