Zum Hauptinhalt springen

Die Krankpflegerin

Jahrelang untersuchten mehrere Ärzte die kleine Sara. Vergeblich. Als sie herausfanden, was mit ihr los war, erschütterte sie der Befund mehr als jede Krankheit.

Sara * kommt mit der Nabelschnur um den Hals zur Welt. Die Hebamme versucht, die Umschlingung zu lösen. Doch das gelingt ihr erst nach einigen Sekunden. Der erlittene Sauerstoffmangel führt bei Sara zu wiederholten Atemstillständen. Apnoen, wie die Ärzte den Eltern sagen. Nicht weiter schlimm, beteuern sie, und in ein paar Wochen ganz verschwunden, genau wie bei anderen Neugeborenen auch.

Sieben Tage später dürfen Judith und Bruno ihre Tochter mit nach Hause nehmen. Endlich eine Schwester für die fünfjährige Salome. Endlich ein gesundes Kind nach einer Fehlgeburt im fünften Monat. Im Kinderzimmer stapeln sich Geschenke von Freunden. Kleider in allen Farben, Gummienten für die Badewannen, eine Wärmeflasche in Herzform, drei Schnuller, ein Stoffhund. Salome nennt ihn Topsi. Alles ist gut. Wenn da nur nicht Saras Atemstillstände wären, sie kommen meistens im Schlaf.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.