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Die Scheinheiligkeit der Kulturszene

Die Solidarität mit dem vor zwei Jahren verhafteten Roman Polanski ist bizarr.

Sichtlich bewegt: Roman Polanski bei der Preisübergabe am Zurich Film Festival 2011.
Sichtlich bewegt: Roman Polanski bei der Preisübergabe am Zurich Film Festival 2011.
Keystone
Dankte dem Zürcher Gefängnispersonal: Roman Polanski.
Dankte dem Zürcher Gefängnispersonal: Roman Polanski.
Keystone
Nahm sich Zeit für Fans: Roman Polanski.
Nahm sich Zeit für Fans: Roman Polanski.
newspictures
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Es befremdete schon vor zwei Jahren, wie gewisse Kreise auf die Verhaftung von Roman Polanski im Flughafen Zürich reagierten. Cinephile und Kulturschaffende demonstrierten vor dem Zürcher Kino Corso mit «Free Polanski»-Plakaten und zeigten sich entrüstet über die Schweizer Justiz.

Wer es hatte wissen wollen, wusste zwar damals schon, was die Gründe für die Festnahme waren. Aber als Erinnerungshilfe wurde der Fall daraufhin in den Medien detailliert nacherzählt: Polanski hatte 1977 in Los Angeles die 13-jährige Samantha Geimer anal und vaginal vergewaltigt. Aufgrund eines juristischen Deals musste er sich einer Therapie unterziehen und dafür bloss für 90 Tage ins Gefängnis, nach 42 Tagen wurde er vorzeitig entlassen. Einem zweiten Prozess entzog er sich durch Flucht ins Ausland, es wurde ein internationaler Haftbefehl erlassen. Das sind die Fakten.

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