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«Die Wut zerreisst die Gesellschaft»

Schreibend verändert sich Schriftsteller Richard Russo – zum Besseren. Foto: David Levenson (Getty Images)

Beim Amoklauf in Kalifornien war wieder eine legal besorgte Waffe im Spiel. Manche überlebten 2017 das Massaker in Las Vegas und gerieten nun in den Kugelhagel von Thousand Oaks. Trotzdem spaltet der Streit ums Recht auf Waffenbesitz die Gesellschaft.

Wie Ihre Töchter?

Immerhin gewannen die Demokraten jetzt bei den Midterms die Mehrheit im Repräsentantenhaus. Wie gehts Ihnen mit dem Wahlergebnis?

Diesem Trend wurde mit üblen Tricks begegnet. Ist die US-Demokratie in Gefahr?

Ist die Lage so eindeutig?

In Ihrer Prosa erzählen Sie häufig von einfachen Leuten.

Was heisst das?

Sie haben auch der LGBT-Gemeinde mit Ihrem Essay «Imagining Jenny» im neuen Band «The Destiny Thief» ein Denkmal gesetzt – beziehungsweise Sie haben selbstkritisch beschrieben, wie schwierig es für Sie war, mit der Geschlechtsumwandlung eines Ihrer engen Freunde klar zu kommen.

Besuchen Sie Gloversville oft? Die mittellose Stadt im Bundesstaat New York, in der Sie als Sohn eines Bauarbeiters – der die Familie verliess – und als Enkel eines Handschuhmachers aufwuchsen, ist Modell Ihrer fiktionalen Kleinstädte.

Woher holen Sie die Güte und den Optimismus, die in Ihren Büchern spürbar sind – in der Komik, in den sacht auf Hoffnung gedrehten Schlüssen?

Im neuen Essayband «The Destiny Thief» befragen Sie sich selbst, wie es zur Schreibkarriere kam; auch, wo Sie versagt haben. Und wie sich der Literaturbetrieb durch die Digitalisierung verändert hat. Was raten Sie Jungautoren?