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Ein Volk, eine Wurst

Nicht überall sind die Wörter des Jahres 2016 gleich deprimierend.

2016 ist ein finsteres Jahr, und das prägt unser Sprechen darüber: Die Gesellschaft für deutsche Sprache hat «postfaktisch» zum Wort des Jahres erkoren, bei den britischen Oxford Dictionaries gewinnt «Post-Truth» – 2016 ist das Jahr, in dem wir uns definitiv von den Tatsachen verabschiedet haben.

In der Schweiz ist derweil das Wort «Filterblase» ausgezeichnet worden, was auch nichts Schönes ist, weil es die Entfremdung von andersdenkenden Mitbürgern beschreibt. Und in den USA schliesslich sagen die Herausgeber des populären Wörterbuches Merriam-Webster, «Faschismus» (Fascism) sei bis jetzt der am meisten nachgeschlagene Begriff des Jahres. Offenbar suchen die Amerikaner in der Geschichte nach Antworten auf die aktuellen politischen Herausforderungen.

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