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Ein zärtlicher Blick auf die Frau

Viviane Sassen mag keine Mode. Und schiesst doch die besten Modefotos, wie eine neue Ausstellung im Fotomuseum Winterthur zeigt.

Magische Kälte hängt im Raum. Ein Kühlraum bleicher Bilder. Hier ein Bein und dort ein Bein, ein Rücken und viele, viele Pospalten. Was ist das, ein surrealistisches anatomisches Institut? Und was wollen sie uns sagen, die Frauen in Einzelteilen? Nichts von dem, was wir erwarten.

Dafür vielleicht: Viviane Sassen war hier, die niederländische Modefotografin mit Hassliebe zur Mode, das Ex-Model als Konvertitin. Im Fotomuseum Winterthur tut sie, was sie am besten kann: Sie foutiert sich um jede Konvention und ignoriert jede Rezeption. Beziehungsweise jede Rezeptionsrezeptur. Das Ergebnis heisst «In and out of Fashion» und ist ein Nullsummenspiel – in dem Sinne, als darin das anarchistische Vorhaben steckt, die Modefotografie an den Nullpunkt zu führen, um dort wieder neu und fantasievoller zu beginnen.

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