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Eine Art «GQ» im feinen Zwirn

«Tweed», das neue deutsche Magazin für den Gentleman, feiert den britischen Stil.

Für Männer gibt es, abgesehen von Fachzeitschriften wie «Wirtschaftswoche», «Der Modelleisenbahner», «Beef» und «Men's Health», kaum passende Lektüre. Die grosse Zeit der Herrenmagazine ist vorbei; der modebewusste Mann muss mit Blättern wie dem frankophilen «L'Officiel Hommes» oder «GQ» vorliebnehmen oder, wie so mancher «Brigitte»-Leser, heimlich den Sachverstand der Frauenzeitschriften anzapfen.

Doch jetzt gibt es nicht nur einen neuen britischen Thronfolger, sondern auch Hoffnung für die kleine Elite der anglophilen Vielflieger: «Tweed», das neue Zweimonatsmagazin «für britisch inspirierten Gentlemen-Lifestyle». Der Gentleman trägt Bulldog-Badehosen von Orlebar Brown oder auch einen Kilt von Carlo Jösch, perforierte Alcantarasakkos und Massanzüge aus der Savile Row, natürlich mit Einstecktüchlein, dem «Must-have des Jahres 2013». Die gruben­gegerbten Schuhe wienert er mangels Butler gern selber, in «geselliger Runde» bei einem Glas Champagner, wenn er sie nicht vorsorglich mit Galoschen («ein Must-have, das in jede Aktentasche passt») schützt. Er fährt wie Bond Aston Martin, trinkt den Martini ungerührt und kann hinterher immer noch einen Windsorknoten binden. «Tweed»-Leser sind «erwachsene Männer, die erfolgreich im Leben stehen und ihren Stil ­gefunden haben».

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