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«Einer der Schrumpfköpfe sieht aus wie Brad Pitt»

Das Völkerkundemuseum St. Gallen hat sechs Kopftrophäen aus dem Amazonas erworben. Museumsdirektor Daniel Studer über weisse Opfer, im Museum verschollene Exemplare und Rückgabeforderungen.

Sie haben kürzlich sechs Schrumpfköpfe gekauft... Erst einmal möchte ich klarstellen: Die Schrumpfköpfe sind bei uns in einen Kontext gestellt. Wenn dies nicht so wäre, handelte es sich um Völkerschauen, wie dies im 19. Jahrhundert verbreitet war, als man auf Märkten dicke Leute oder Eingeborene präsentiert hat. Das ist bei uns natürlich nicht so. Als eines der wenigen Museen in Europa haben wir eine Amazonas-Ausstellung. Südamerika liegt nicht mehr so im Trend, heute schaut alles auf Asien oder vielleicht noch Afrika. Die Kopftrophäen sind in der Ausstellung nur ein Aspekt unter vielen.

Trotzdem geben die Köpfe am meisten zu reden. Ihr Museum besass ja schon früher welche. Ja, drei Stück. Zwei davon sind aber verschollen.

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