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Geburtstagsparty auf dem Friedhof

Ist Dada gaga? An dessen 200. Geburtstag haben die Dadaisten den Anarchismus-Übervater Michail Bakunin adoptiert. Hintergrund sind die Kosten für Bakunins Grab auf dem Berner Bremgartenfriedhof.

Ein Hoch auf Bakunin: Dadaisten und Anarchisten machen gemeinsame Sache, um die Grabesruhe des russischen Revolutionärs zu sichern. (29. Mai 2014)
Ein Hoch auf Bakunin: Dadaisten und Anarchisten machen gemeinsame Sache, um die Grabesruhe des russischen Revolutionärs zu sichern. (29. Mai 2014)
Keystone

Es ist eines der am besten besuchten Gräber Berns – die letzte Ruhestätte des Anarchisten und Revolutionärs Michail Bakunin auf dem Bremgartenfriedhof. Gestern vor 200 Jahren erblickte Bakunin im zaristischen Russland das Licht einer zutiefst ungerechten Welt. Am 1. Juli 1876 starb er in Bern, wo er Freunde hatte, Adolf Vogt, Professor an der Universität Bern war sein Arzt. Bereits 1864 hielt er sich in Bern auf, «eine riesenhafte Figur, dessen Körper durch die russischen Gefängnisse und die Aufenthalte in Sibirien keineswegs gebrochen ist, dagegen sind seine Haare weiss geworden», so berichteten die «Basler Nachrichten» damals. Zu seinem Tod hiess es in der NZZ, «er suchte hier (in Bern) Heilung von einem schmerzhaften Leiden, welches sich jedoch so verschlimmerte, dass er den Tod herbeisehnte und durch Verweigerung der Nahrung beschleunigte.»

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