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«Gefährdet ist jeder, der Ärger anfängt»

Jugendliche nutzen neue Medien wie nie zuvor – zunehmend auch, um andere fertigzumachen.

Michèle Binswanger

In Schulen wurden immer schon Konflikte ausgetragen, was ist am Cyberbullying anders? Die neuen Medien haben ja viele Vorteile, zum Beispiel, dass man Leute ortsunabhängig zu jeder Tages- und Nachtzeit kontaktieren kann. Aber solches kann man auch missbrauchen. Wenn ich beispielsweise ein Bild von jemandem nehme und in einem anderen Zusammenhang einbaue, ist das ein Verstoss gegen Persönlichkeitsrechte. Noch weiter geht dann das Bullying, wo Einzelne systematisch angefeindet werden.

Aber welches ist den die neue Qualität, die da dazukommt? Die Möglichkeit, andere zu diffamieren gab es natürlich schon vorher. Nur früher war viel einfacher durchschaubar, wer dahinter steckt, wer wen mobbt. Die Anonymität im Internet macht es schwieriger herauszufinden, wer hinter dem Mobbing steckt. Und das führt bei den Betroffenen zu grosser Ohnmacht. Man hat vielleicht einen Verdacht, wer hinter den Belästigungen steht, aber richtig nachweisen lässt es sich nur mit grossem technischen Aufwand.

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