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«Lob der Grenzen nicht gelernt»

Frontal und gehässig greifen sich der Politologe Herfried Münkler und der Philosoph Peter Sloterdijk an. Es geht um die Flüchtlingspolitik.

«Okkasionelle Ungezogenheiten überdenken»: Herfried Münkler (l.), Peter Sloterdijk.
«Okkasionelle Ungezogenheiten überdenken»: Herfried Münkler (l.), Peter Sloterdijk.

Die Frage, ob die Deutschen das wirklich schaffen, beschäftigt seit einiger Zeit auch die Intellektuellen. Wortführer der entgegengesetzten Positionen sind der Berliner Politikwissenschaftler Herfried Münkler und der Karlsruher Philosoph Peter Sloterdijk. Letzterer kritisierte in der Februarausgabe des Magazins «Cicero» die Politik Angela Merkels unter dem Titel «Das kann nicht gut gehen»: «Die deutsche Regierung hat sich in einem Akt des Souveränitätsverzichts der Überrollung preisgegeben.» Und die Deutschen, die das «Lob der Grenzen nicht gelernt hätten», lebten in einem «surrealen Modus der Grenzenvergessenheit». Daher plädierte der Autor für einen effizienten Grenzschutz gegen den Flüchtlingsstrom und beendete das Gespräch mit den mahnenden Worten: «Es gibt schliesslich keine moralische Pflicht zur Selbstzerstörung.»

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