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«Geld ist nicht patriotisch»

Der französische Philosoph Alain Badiou sieht die modernen Demokratien im Würgegriff des Kapitalismus. Er hat aber Rezepte, wie sich die Menschen vom Diktat der Ökonomie befreien könnten.

«Revolutionäre Politik ist auf lokaler Ebene unmöglich. Es braucht einen Vorschlag auf der Weltebene»: Alain Badious Plädoyer für Internationalismus. Foto: Stephanie Füssenich
«Revolutionäre Politik ist auf lokaler Ebene unmöglich. Es braucht einen Vorschlag auf der Weltebene»: Alain Badious Plädoyer für Internationalismus. Foto: Stephanie Füssenich

Zu Ihrem politischen Denken gehört das kritische Hinterfragen unserer Demokratien. Wo liegt das Problem?

So, wie man Demokratie heute versteht, denkt man an eine Staatsform mit Wahl- und Meinungsfreiheit. Tatsächlich aber unterliegen unsere Demokratien fundamental den Gesetzen des Kapitalismus, und sie sind dadurch sehr limitiert. Zeigt man den Regierenden Alternativen auf, verweisen sie auf den Wählerwillen. Fragt man umgekehrt die Wähler, be­rufen sie sich auf die Politiker – dies ist ein Teufelskreis, der verhindert, dass Demokratien emanzipatorisch handeln.

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