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Graffiti-Sprayer als Geschenk des Himmels

Der Graffiti-Künstler Stefan Strumbel hat die Kehler Dorfkirche umgestaltet. Für ein Gotteshaus etwas ungewohnt hat er dieses mit pink und Pop-Art-Sprechblasen ausgestattet – und vor dem Abriss gerettet.

Jeder Zentimeter musste genehmigt werden: Strumbels Maria-Graffiti auf der Empore über dem Eingang.
Jeder Zentimeter musste genehmigt werden: Strumbels Maria-Graffiti auf der Empore über dem Eingang.
Keystone

Gotteshaus und Sprayer-Kunst – dass beides zusammenpasst, beweist eine Kirche im Graffiti-Stil, die am Freitag im badischen Kehl eingeweiht wurde. Gestaltet wurde sie vom Offenburger Graffiti-Künstler Stefan Strumbel - «ein Geschenk des Himmels», sagt Pfarrer Thomas Braunstein.

Nur dank des Künstlers habe man die Dorfkirche in Goldscheuer vor dem drohenden Abriss retten und sanieren können. Die 1961 gebaute Kirche «Maria, Hilfe der Christenheit» stand vor dem Aus. Es gab grossen Sanierungsbedarf, zudem blieben immer mehr Gottesdienstbesucher weg, berichtete Braunstein.

Mittlerweile sei die Kirche zu einer Attraktion geworden. «Das war sicherlich die richtige Entscheidung», sagte Braunstein.

Comic-Sprechblasen für Gebete

Strumbel gestaltete unter anderem eine sechs Meter grosse Madonna. Gemeinsam mit dem Jesuskind thront sie auf der Empore über dem Eingang. Hinzu kamen ein vergoldetes Kreuz, pinkfarbene Lichtleisten, aufgesprühte und von Jesus ausgehende Strahlen sowie Comic-Sprechblasen für Gebete und Wünsche der Gläubigen.

Zwar habe jeder Zentimeter genehmigt werden müssen, aber er sei auf erstaunlich wenig Widerstand gestossen, sagte Strumbel, der bislang vor allem mit ungewöhnlich gestalteten Kuckucksuhren aufgefallen war. Karl Lagerfeld ist ein leidenschaftlicher Sammler seiner Werke.

SDA/kpn

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