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Grosse Fragen: Macht Philosophie glücklich?

Christoph Henning, Fachmann für Philosophie des Glücks und der Arbeit, über die Freuden und Mühsale des vertieften Denkens.

Das Glück des gelösten Problems: Der Philosoph Diogenes von Sinope auf einem Gemälde von Jean-Léon Gérôme.
Das Glück des gelösten Problems: Der Philosoph Diogenes von Sinope auf einem Gemälde von Jean-Léon Gérôme.

Es kommt drauf an, ob man Philosophieren als Tätigkeit derjenigen versteht, die dafür bezahlt werden, oder als Tätigkeit all jener, die auf ein philosophisches Problem gestossen sind und es zu lösen versuchen.

Als bezahlte Arbeit ist das Philosophieren mit anderen Arbeiten vergleichbar: Sie macht dann unglücklich, wenn man sich ständig gegen Kollegen und Vorgesetzte durchsetzen muss oder durch zu viele Aufgaben überfordert ist. Doch freilich kann es Freude machen, geistige Prozesse bei sich selbst und anderen reifen zu sehen – und dafür auch noch bezahlt zu werden. Allerdings ist die Arbeit von bezahlten Philosophen keineswegs dieselbe wie die Grübelei an philosophischen Problemen, die auch andere Menschen betreiben können (und Akademiker durch ihr Bescheidwissen oft verlernen).

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