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Grundeinkommen-Test: «Das führt keinen Schritt weiter»

«Die verlorene Abstimmung war trotzdem ein Erfolg»: Initianten verteilen 8 Millionen 5-Rappen-Münzen auf dem Bundesplatz. (4. Oktober 2013)

Herr Kovce, in der Stadt Zürich wird über die Einführung des bedingungslosen Grundeinkommens (BGE) diskutiert. Wie sehen Sie die Chancen in Zürich, wurde doch der Vorstoss auf nationaler Ebene klar verworfen?

Sie sind gegen das BGE-Projekt in Zürich? Dies verwundert schon ein bisschen. Was hätten Sie denn befürwortet?

Vor einem Jahr wurde die Volksinitiative für ein BGE in der Schweiz deutlich abgelehnt. Was sind Ihre wichtigsten Erkenntnisse aus dieser Niederlage?

Ezgi Akyol von der Alternativen Liste Zürich begrüsst den Vorstoss, stellt aber die Frage, wer Anspruch auf das BGE hat: Nur Schweizer oder auch Flüchtlinge? Was denken Sie?

Sie gehen davon aus, dass die Einführung des BGE die Migrationsströme nicht verstärken würde?

«Was das Grundeinkommen als Grundrecht bewirken könnte, bemerken wir nicht in irgendwelchen Schnupperkursen.»

Seit knapp zehn Jahren setzen Sie sich für das bedingungslose Grundeinkommen ein. Noch hat kein Staat das BGE eingeführt. War Ihr Engagement Zeitverschwendung?

Welche waren in den letzten Jahren die wichtigsten Meilensteine für das BGE?

Derzeit finden weltweit Pilotprojekte für ein BGE statt. Welches sticht Ihrer Meinung nach besonders heraus – und weshalb?

Sie sind also ein Gegner von Testphasen zum BGE. Müsste das «neue Grundrecht» von heute auf morgen eingeführt werden?

«Die humanistische Antwort auf den technologischen Fortschritt.»

Gegner des BGE monieren nur schon beim Begriff «bedingungsloses Grundeinkommen» die Rückkehr des Kommunismus. Was halten Sie dem entgegen?

Vertreter der bürgerlichen Parteien befürchten, dass die Wirtschaft bei der Einführung des BGE komplett zusammenbrechen würde.

Das BGE basiert auf der inneren Arbeitsmotivation der Bevölkerung. Kann der Schuss nicht auch vollends nach hinten losgehen, wenn wirklich nicht genug Bürger bereit sind, trotz Gratisgeld zu arbeiten?

Ist das BGE die Antwort auf die vierte industrielle Revolution – Verlust von Arbeitsplätzen durch technische Fortschritte, Digitalisierung, Arbeitsmangel im Dienstleistungsbereich?