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«Hört auf, die Kinder für alles zu loben»

Erziehungsexperte Jesper Juul fordert: Eltern sollen Leitwölfe sein. Wie man renitente Kinder ins Bett bringt, weiss er auch.

Philippe Zweifel
Der dänische Familientherapeut Jesper Juul (67) ist Gründer und Leiter der Ausbildungsstätte Kempler Institute of Scandinavia und Autor zahlreicher Bücher um Familienbeziehungen und Erziehung. Eines seiner Standardwerke ist «Das kompetente Kind». Sein neustes Buch «Leitwölfe sein» ist eben im Beltz-Verlag erschienen.
Der dänische Familientherapeut Jesper Juul (67) ist Gründer und Leiter der Ausbildungsstätte Kempler Institute of Scandinavia und Autor zahlreicher Bücher um Familienbeziehungen und Erziehung. Eines seiner Standardwerke ist «Das kompetente Kind». Sein neustes Buch «Leitwölfe sein» ist eben im Beltz-Verlag erschienen.

Eltern sollen «Leitwölfe» sein, fordern Sie in Ihrem neuen Buch. Läuten Sie die Rückkehr des autoritären Erziehungsstils ein? Über 20 Jahre lang habe ich geschrieben, dass Eltern wie «Leuchttürme» sein sollten: dass sie allein die Verantwortung für eine gesunde Beziehung zu ihren Kindern tragen. Ich habe jedoch merken müssen, dass ich falsch verstanden wurde. Der Begriff des Leuchtturms war wohl zu romantisch. «Leitwölfe sein» verstehe ich deshalb als Weckruf. Mit einem autoritären Erziehungsstil, also mit Machtausübung und Gehorsam, hat das nichts zu tun.

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