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«Ich sing’ einfach, was du bist – ein Terrorist»

In der Debatte um Satirefreiheit greift Kabarettist Dieter Hallervorden Erdogan in einem Lied an. Auch Griechenlands Ex-Finanzminister Varoufakis ergreift mit deutlichen Worten Partei.

«Ehrverletzungen unter dem Deckmantel der Satire sind und bleiben einklagbar.»: Andreas Thiel, hier an der Dreikönigstagung des Verbandes Schweizer Medien in Zürich.  (12. Januar 2016)
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Gaetan Bally, Keystone
Das Gedicht ging zu weit und war nicht lustig, sondern plump, findet Schauspieler und Komödiant Marco Rima.
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marcorima.ch
Nun kann der Sache mit den Ziegen auf den Grund gegangen werden, meint Satiriker Viktor Giacobbo.
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viktorgiacobbo.ch
Der öffentliche Druck gegen Satiriker Jan Böhmermann nimmt zu. (Archivbild)
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Keystone
Sein TV-Beitrag könnte für eine Staatskrise zwischen der Türkei und Deutschland sorgen. (Archivbild)
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Keystone
Im ZDF beleidigte er den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan weit unter der Gürtellinie.
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Keystone
Das lässt sich Erdogan nicht gefallen und fordert eine Strafverfolgung.
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Keystone
Die deutsche Bundeskanzlerin steht nun vor einer schwierigen Entscheidung. Sollte sie dem Antrag stattgeben, könnte sie ihre Glaubwürdigkeit gegenüber dem deutschen Volk verlieren.
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Keystone
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In «Erdogan, zeig’ mich an», das Hallervorden am späten Sonntagabend auf seiner Facebook-Seite veröffentlichte, heisst es etwa: «Ich sing’ einfach, was du bist. Ein Terrorist, der auf freien Geist scheisst.» Der Schauspieler kommentierte seinen Song mit den Worten: «Jetzt erst recht.»

Der Beitrag ist eine Reaktion auf die Versuche Erdogans, gegen deutsche Satirebeiträge vorzugehen. Die Türkei verlangt etwa eine Bestrafung des Moderators Jan Böhmermann nach dessen Schmähgedicht über Erdogan. Wegen einer Satire des NDR-Fernsehmagazins «Extra 3» hatte dieser zuvor den deutschen Botschafter einbestellen lassen.

Hallervorden macht in seinem kurzen Schunkelsong darauf aufmerksam, dass Erdogan die satirischen Beiträge über ihn mit seiner Reaktion erst populär gemacht habe. «Erdogan, Erdogan, mach’ auch meinen Song bekannt. Erdogan, Erdogan, sei nur einfach wutentbrannt.»

Auch Griechenlands früherer Finanzminister Giannis Varoufakis, der dank Böhmermanns «Varoufake» europaweit in die mediale Schusslinie geriet, solidarisierte sich mit Böhmermann: «Erst hat Europa mit dem EU-Türkei-Deal seine Seele verloren, jetzt seinen Humor», twitterte Varoufakis am Montagvormittag: «Hände weg von Böhmermann.»

(WELT)

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