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«Ich wäre lieber Basler Professor als Gott»

Die Rheinstadt liebte den jungen, unkonventionellen Friedrich Nietzsche, weil er den Deutschen auf die Nerven ging.

Joël Hoffmann
Zwischen Leidenschaft und Vernunft: Basels Angebot erfüllte den Philosophen - hier auf einem Bild von 1882 - mit Stolz, aber auch mit Zweifel am neu eingeschlagenen Weg, Foto: Wikipedia
Zwischen Leidenschaft und Vernunft: Basels Angebot erfüllte den Philosophen - hier auf einem Bild von 1882 - mit Stolz, aber auch mit Zweifel am neu eingeschlagenen Weg, Foto: Wikipedia

1869 schaute die Welt nach Ägypten, wo der Suezkanal eröffnet wurde, und nach Südafrika, wo beim Oranjefluss ein immenser Diamantenrausch einsetzte. Fernab der globalen Aufmerksamkeit wurde im selben Jahr ein Rohdiamant an das Rheinknie angespült. Ein 24-jähriger Professor für altgriechische Philologie wurde von Leipzig nach Basel berufen. Friedrich Wilhelm Nietzsche schliff sich in Basel selber zum Diamanten, bis er an sich selbst zerbrach. Hier formte sich Nietzsche zum berauschenden, wilden Philosophen, der bis heute polarisiert.

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